Mittwoch, 27. Januar 2010

MEININGEN - Filmfestival ueberMACHT - Fortsetzung mit ueberMUT im November

FW Meininger Tageblatt

Ressort Kultur lokal
Erschienen am 26.01.2010 17:53
Meiningen. Mit der Vorführung des französischen Dokumentarfilms „Streik(t)raum“ in der Volkshochschule ging am Montag in
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Filmfestival-Organisator Bernd Müller mit der Psychologin Susanne Hößel und der Ernährungsberaterin Doreen Henkel zur Diskussion nach dem Film ,,Die dünnen Mädchen".
Bild: S. Winkel
Meiningen das Filmfestival „ueber Macht“ zu Ende.

Erstmals fand das im Rahmen der Gesellschafter-Initiative der „Aktion Mensch“ veranstaltete Festival auch in Meiningen statt. In 120 Städten ist es mittlerweile präsent. Mit einer Auswahl von Dokumentarfilmen soll es den Dialog über gesellschaftlich brisante Themen anregen. Elf Filme, die das Thema „ueber Macht“ aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchteten, waren vom 19. Dezember 2009 bis 25. Januar 2010 im Meininger Kunsthaus, in der Volkshochschule sowie im Henfling Gymnasium und im Berufsbildungszentrum am Drachenberg zu sehen. Zu jeder Vorführung gab es anschließend eine Diskussion.

Rund 330 Besucher

Insgesamt 330 Besucher kamen zu den Veranstaltungen. „Das ist für das erste Mal eine gute Resonanz“, resümiert Bernd Müller, der das Festival organisierte und mit eigener DVD-Vorführtechnik die Filme auf die Leinwand brachte.

Eher einem Zufall ist die Meininger Ausgabe zu verdanken. „Eigentlich war Fulda als neuer Festivalort vorgesehen. Die Verantwortlichen dort haben aber kurzfristig abgesagt, deswegen habe ich spontan Meiningen ausgewählt“. Dass sich der Plauener, der über den Verein Landfilm bereits in zehn Städten im Vogtland und in Oberfranken das Dok-Filmfestival organisiert, für Meiningen entschied, liegt wiederum daran, dass er im nahen Unterkatz geboren wurde und hier zur Schule ging.

„Die Zeit, um das Festival zu organisieren war sehr kurz. Aber die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort hat sehr gut geklappt“, freut sich Müller. Die Meininger Volkshochschule sei im Vergleich zu anderen, die er bislang kennengelernte, bestens ausgerüstet. Aber auch das Kunsthaus biete als Festivalort eine gute, wenngleich völlig andere Atmosphäre mit eigenem Besucherklientel. Sehr gut gelaufen seien darüber hinaus die beiden Schulveranstaltungen.

Vor den Neuntklässlern im Henfling-Gymnasium wurde der Film über die Eliteschule „Zuoz“ in der Schweiz gezeigt. Abends gab es nach der Vorführung in der Volkshochschule noch eine interessante Diskussion mit Dr. Albrecht Rosenstiel, ehemals Lehrer am Rhöngymnasium Kaltensundheim, Klaus Köhler, Lehrer am Henfling-Gymnasium, und Carsten Feller von der Initiative fürs Evangelische Privatgymnasium in Meiningen. Aus unterschiedlichen Positionen wurde über Bildung, Chancengleichheit, Unterrichtspraxis und eine verfehlte Schulpolitik hierzulande gesprochen.

Vielfältige Diskussionen

Im Bildungszentrum am Drachenberg lief der Film „Faustrecht“ über gewalttätige Jugendliche. Rund 50 Schüler, die hier ihren Regelschulabschluss nachholen, waren zur Vorführung. „Im sehr persönlichen Gespräch danach wurde deutlich, welche schwierigen Fälle es unter den Jugendlichen in dieser Schule gibt“, meint Bernd Müller.

Auch die Diskussion zum französischen Dok-Film „Ihr Name ist Sabine“ über das Leben einer Autistin, die einer Klinik mit Psychopharmaka vollgestopft wird, ist sehr gut gelaufen. Vertreter der Meininger Lebenshilfe e. V. nahmen daran teil, über 20 Besucher waren anwesen und zeigten reges Interesse am Thema.

Alternatives Angebot

Kaum Resonanz fand dagegen „Citizen Havel“. Ein tschechisches Filmteam begleitete den ehemaligen Ministerpräsidenten und Schriftsteller Vaclav Havel bei seiner Arbeit im Amt, um die Machtspiele im Räderwerk der Politik aufzudecken. Das interessierte wohl kaum jemanden.

Bei den Veranstaltungen hörte Bernd Müller immer wieder von den Besuchern, die nicht nur aus Meiningen, sondern auch den umliegenden Orten kamen: „Endlich mal was anderes.“ Das hat den Initiator und Filmvorführer besonders gefreut. Noch viel mehr sollte man mit solchen Filmen in die Breite gehen, ist er der Meinung. Müller erinnert sich dabei auch an das Landfilmkino seiner Kindheit. „Die kamen damals mit schwerer Technik, riesigen Filmrollen und ratterndem Vorführgerät. Das hat mich fasziniert und ich konnte Filme sehen, die ich sonst niemals kennengelernt hätte.“

„ueber Mut“ folgt

Nicht an alle Orte kann heute Bernd Müller das Dok-Filmfestival bringen. Denn darüber entscheidet eine Kommission der Gesellschafter-Initiative. Nach dem guten Meininger Start ist Müller allerdings sicher, dass die Kulturstadt auch beim nächsten Mal wieder dabei sein wird. Nach „ueber arbeiten“ 2006, „ueber morgen“ 2007 und „ueber Macht“ 2009 soll im November 2010 das Filmfestival zum Thema „ueber Mut“ weitergeführt werden. (cs)

Montag, 25. Januar 2010

OFFTheater - Zusatzvorstellungen "die Ungeborenen" im Kunsthaus Meiningen - Das Leben im Rausch, zwischen Bodenständigkeit, Facebook und Komasaufen..

Die Ungeborenen - OFFTheater im Kunsthaus Meiningen

Nach dem Stück "Was bleibt bin ich" mit der Schauspielerin F. Pasch gibt es zum Jahresanfang 2010 das Stück "Die Ungeborenen" im Kunsthaus Meiningen.
Aufgrund der hohen Nachfrage nach den ersten drei Aufführungen im Januar gibt es im Februar drei weitere Aufführungen.
Das Leben im Rausch, zwischen Bodenständigkeit, Facebook und Komasaufen, stellt die moralische Frage zwischen Verantwortung und Vergnügen.
Doch welche Verantwortung ist so klar definiert das sie unumstößlich richtig erscheint?
Und wo ist die Grenze zwischen Vergnügen und Sucht?
Wer sind die Opfer eines solchen Lebens?
Müssen wir Verantwortung tragen? Holt sie uns ein?
Das Stück "Die Ungeborenen" gibt den Leidtragenden ein Gesicht.
Aufführungstermine Samstag, 06.02., Sonntag,07.02. und Montag,08.02. jeweils 19 Uhr
Regie/Text Sascha Mey
Darsteller: Christin Dietzel, Lucas Mey
Ton/Licht: Danilo Müller
Aufführungsort: Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstraße 14 98617 Meiningen

OFFTheater im Kunsthaus Meiningen

Donnerstag, 21. Januar 2010

Ihr Name ist Sabine - 24.01.2010 19 Uhr - Bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen




Ihr Name ist Sabine


Protagonistin Sabine Bonnaire schwimmend

».... ebenso sanft wie durchdringend angetrieben ist Sandrine Bonnaires Film über ihre ein Jahr jüngere, autistische Schwester: »Ihr Name ist Sabine«.« schrieb Jan Schulz-Ojala im Tagesspielel »Der Kontrast ist erschütternd: erst das blühende Mädchen, nachher die antriebslose, aufgedunsene, fast erloschene Frau, die vor der Kamera langsam wieder zu sich zu finden scheint. Unsentimental und anrührend ist diese erste Regiearbeit der Schauspielerin, die mit Varda und Téchiné, mit Chabrol und Rivette drehte – ein Dokument darüber, dass auch der unbegreiflichste Verfall eines Menschen die Liebe zu ihm nicht zerstört.« »Ihr Name ist Sabine« gibt einen eindrucksvollen Einblick in das Leben einer jungen, behinderten Frau. Wir erleben ihren Alltag im betreuten Wohnen, irgendwo im Grünen, sehen Familienbilder aus ihrer zweifellos fröhlicheren Vergangenheit und verstehen, was ein fünfjähriger Psychiatrie-Aufenthalt mit ihr gemacht hat.
Sabine und Sandrine sind Schwestern. Sabine lebt in einem Heim in der französischen Provinz. Sie wirkt wie ein Mensch, der in seiner Krankheit eingeschlossen ist.
Ihre ältere Schwester dagegen ist eine nahezu öffentliche Person. Sandrine Bonnaire sie ist einer der großen französischen Stars, eine der besten Schauspielerinnen ihrer Generation.
In ihrer jüngsten Arbeit, es ist Sandrine Bonnaires erster Film als Regisseurin, geht es ausschließlich um ihre Schwester. Die Schauspielerin selbst ist in diesem Film nicht zu sehen. Sandrine erzählt Sabines Geschichte. Sie begleitet die jüngere Schwester mit der Kamera in ihrem Alltag, beim Essen und Spazieren gehen. Die Schwestern schauen sich gemeinsam ihre alten, kleinen Familienfilme an und erinnern sich an vergangene Jahre.
Sabine war ein hübsches, quirliges Mädchen. Doch schon als Kind brauchte sie besondere Betreuung. In der Schule rief man sie »Verrückte Sabine«. Bald schickte man sie in eine Sonderschule. Doch auch da konnte sie nur kurz bleiben. Sie war unbeherrscht und passte sich nicht in ihre Umgebung ein.
Die nächsten Jahre lebte sie zu Hause. Bis sie 28 wurde. Sie bastelte Puppen und lernte Klavier spielen. Sie spielte Schubert und Bach. An Autismus dachte damals niemand. Sie war eben ein schwieriges Kind. Doch dann stürzten der Tod ihres Bruders und der Umzug mit der Mutter Sabine in eine emotionale Krise. Weder ihre Geschwister noch ihre Mutter fühlten sich in der Lage mit ihr umzugehen. Sabine schien plötzlich »unbeherrschbar«. Sie wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Dort wurde Sabine gebrochen. 5 Jahre war sie institutionalisiert und mit Drogen voll gepumpt. Als sie herauskam hatte sie nicht nur 30 kg zugenommen, sie hat auch ihre kreativen Fähigkeiten und ihre persönliche Ausdruckskraft verloren. Ihre Sprache ist nun fragmentarisch und schleppend wie ihr Gang.
Obwohl Sandrine Bonnaire bessere Beziehungen hat als die meisten Franzosen, konnte sie für ihre Schwester keinen Platz finden, wo sie ein menschenwürdiges Leben führen durfte. Schließlich hat Sandrine Bonnaire ihre Berühmtheit genutzt und geholfen, einen Ort für betreutes Wohnen so auszubauen, dass auch Sabine dort leben kann. Seit Sabine in dem neuen Heim lebt, konnte ihre Medikation um die Hälfte reduziert werden. Die Auswirkungen ihres Klinikaufenthaltes werden sie wohl ihr Leben lang verfolgen.


Sonntag, 24. Januar 2010 - Kunsthaus Meiningen
19:00 Uhr | Ihr Name ist Sabine
GesprächspartnerInnen:
Susanne Klapka, Lebenshilfe Meiningen
Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus, Regionalverband
Staatl. Reg. Förderzentrum Pestalozzischule, Förderschwerpunkt Lernförderung, Meiningen
Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit- und Soziales Meiningen
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Monsanto - Mit Gift und Genen - 23.01.2010 - Bundesweites Filmfest ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen






Monsanto, mit Gift und Genen

1974 brachte das Biotechnologie-Gigant Monsanto das Unkrautvernichtungsmittel »Roundup« auf den Markt und bewarb es als biologisch abbaubar. Das jedoch ist das hochgiftige Totalherbizid keineswegs, dafür steht es im Verdacht, krebserregend zu sein. Zwar ist der Hinweis auf die angebliche biologische Abbaubarkeit von den Behältern verschwunden, nachdem Gerichte in den USA und Frankreich Monsanto wegen falscher Werbung verurteilt hatten, das Gift wird allerdings in großem Maßstab weiter verwendet. In den 90er Jahren konnte Monsanto dann das passende genmanipulierte Saatgut anbieten, das gegen »Roundup« resistent ist. So wird sichergestellt, dass alle unautorisierte Natur um Monsanto-
Erzeugnisse herum vernichtet wird.

Aus den Monsanto-Pflanzen selbst wieder Saatgut zu machen, wie es seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt üblich ist, ist streng verboten – so sorgt der Konzern dafür, dass in jeder Saison aufs neue bei ihm eingekauft werden muss und seine Profitkette nicht unterbrochen wird. Mit eigenen Fahndern wacht er darüber, dass nur ja niemand unerlaubt sein geistiges Eigentum verwendet. Da reichen auf den Feldern der wenigen Farmer in den USA, die sich Monsanto bislang noch verweigern, schon mal ein paar Sprösslinge, deren Samen der Wind vermutlich vom Gentechnik-Feld des Nachbarn herübergetrieben hat, um bedrohliche Gerichtsverfahren und saftige Lizenz-Strafzahlungen zu begründen.

Wegen seiner Strategie, Pflanzen und Lebensmittelbestandteile zu patentieren und natürliche Alternativen vom Markt zu drängen, wird Monsanto von vielen Seiten kritisiert. Regisseurin Marie-Monique Robin geht im Internet den verschiedenen Vorwürfen nach, um sich dann jeweils vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Sie besucht mit ihrer Kamera u.a. Wissenschaftler und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden in den USA, aber auch Monsanto-Opfer in Amerika, Asien und Europa. Dabei wird eine Ausbreitungsstrategie erkennbar, die man auch als »Lebensmittelimperialismus«
bezeichnen könnte: Monsantos Vision scheint eine Welt zu sein, in der ein einzelner Konzern an jeder Ernte und an jedem produzierten Lebensmittel verdient, weil er die Patente an den dafür notwendigen Grundstoffen besitzt.

Schon heute hält Monsanto einen Marktanteil von ca. 90% des weltweit verkauften gentechnisch veränderten Saatguts. Und die freien, häufig seit Jahrhunderten angebauten Alternativen zu patentierten Pflanzen gehen zurück; teilweise wird ihr Anbau sogar durch Vorschriften behindert. So wird aus genetischer Vielfalt, die allen gehört, eine genetisch verarmte Monokultur in Privatbesitz.

Taktik Nr. 1: Monopolisierung und Übernahme

Bei einem Besuch in Indien lernt Marie-Monique Robin die verheerende Wirkung von Monsantos Monopolstellung kennen. Der Konzern kontrolliert dort fast die gesamte Baumwollproduktion. Andere Saatgutlieferanten hat er aufgekauft – so haben die Bauern zu seinen Gen-Pflanzen keine Alternative mehr, selbst wenn sie wollten. Die Abhängigkeit vom teuren Monsanto-Saatgut hat Hunderte indische Bauern in den Ruin und sogar in den Selbstmord getrieben. Zudem werden die als besonders robust angepriesenen »optimierten« Baumwollpflanzen mittlerweile von neuartigen Krankheiten befallen...

In Mexiko, dem Heimatland der Maispflanze, das über den größten natürlichen Gen-Pool dieses Grundnahrungsmittels verfügt, ist der Anbau von genverändertem Mais verboten. Und doch breitet der Gen-Mais sich auch in Mexiko aus. Seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens wird hoch subventionierter und deshalb billiger Mais aus den USA eingeführt – nur zum Verzehr natürlich. Doch das reicht schon: Mexikanische Bauern und Wissenschaftler beobachten seither eine stetige Zunahme unfreiwilliger Kontamination und transgener Verunreinigungen der heimischen Sorten, die dieses einzigartige genetische Archiv langfristig bedrohen.

Einmal freigesetzt, ist eine Ausbreitung genmanipulierter Pflanzen nicht mehr zu verhindern. Für Marie-Monique Robin stellt sich die Frage: Erreicht man das, was man durch legale Aussaat von Gen-Mais nicht bekommen kann, vielleicht durch absichtlich-zufällige Kontamination? Paraguay zum Beispiel war gezwungen, den heimlichen Anbau von Gen-Soja zu legalisieren. Gesetzesbrecher hatten Fakten geschaffen. Nachdem jahrelang Gen-Soja-Saat illegal eingeführt und ausgesät wurde, konnte Paraguay nur noch den Status Quo abnicken. Seitdem werden auch aus diesem Land Lizenzgebühren an Monsanto gezahlt.

Taktik Nr. 2: Kontamination der Kontrollstellen von Politik und Wissenschaft

Die Methode der Verunreinigung wendet Monsanto auch im übertragenen Sinne an: Politik und Verwaltung werden an den entscheidenden Stellen mit früheren Monsanto-Mitarbeitern besetzt, die dann – gar nicht überraschender Weise – Regelungen und Gesetze im Sinne des Gen-Giganten herbeiführen. Eine der wichtigsten Hürden für die wirtschaftliche Zukunft Monsantos war die Genehmigung gentechnisch modifizierter Organismen in den USA durch die Zulassungsbehörde FDA. Zu den Höhepunkten von Robins Film gehört, wie sie einem Vertreter der Behörde eine Schilderung dieses dubiosen Vorgangs entlockt, bei dem Monsanto-Mitarbeiter in Schlüsselpositionen der FDA beteiligt waren.

Seit den Zeiten der Reagan-Administration haben sich offenbar Teile der US-Regierung den Schutz der Gen-Industrie zur Aufgabe gemacht – auch wenn sie dazu Warnungen aus den Reihen der FDA-eigenen Wissenschaftler unterdrücken mussten. So berichtet Daniel R. Glickman, Landwirtschaftsminister unter Präsident Clinton, wie er von Regierungsmitgliedern zurückgepfiffen wurde, als er die Zulassung von Gen-Produkten überprüfen und neu regeln wollte.

Europa übt sich derweil in Doppelmoral: Der Anbau gentechnischer Organismen ist in der Europäischen Union bis auf wenige Ausnahmen bislang nicht erlaubt. Das überlassen wir dem Rest der Welt. Stattdessen wird Gen-Soja aus Übersee in großem Stil importiert. Als preisgünstiges Futter für europäische Mastbetriebe bildet es das Fundament der EU-Fleischproduktion zu konsumentenfreundlichen Niedrigpreisen.
Hoffentlich ohne Nebenwirkungen...

Samstag, 23. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 Uhr | Monsanto mit gift und genen

Gesprächspartner:
Michael Grolm Berufsimker/ Feldbefreier

Lea Tanja Hinze, Freiwillige Feldbefreier/ Gendreck Weg!,
Landschaftspflege- und Agrarhöfe GmbH, Kaltensundheim
Biosphärenreservat Rhön, Thüringische Verwaltungsstelle
Bauernverband Thüringen
Jennifer Schubert, MdL/ BÜNDIS 90 / DIE GRÜNEN, Thüringer Landtag
Dr. Frank Augsten, MdL, Landes- und Landwirtschaftlicher Sprecher der Grünen/ Thüringen
Thüringer Ökoherz e.V.
Landwirtschaftsamt
Thomas Weih, BUND,
Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät

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FAUSTRECHT - 21.01.2010 19 Uhr - Bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen





FAUSTRECHT - Auch wer nicht direkt betroffen ist kennt sie, die Nachrichten über Jugendgewalt. Ob man sich die gefährlichen Handgreiflichkeiten als gemeine und illegitime Machtausübung vorstellt oder, wie einige Soziologen, als Verhaltensmuster, wonach Frustration Aggression erzeugt und diese wiederum Frustration, für viele bleibt Gewalt von Jugendlichen eine zwar fürchterliche aber dennoch abstrakte Angelegenheit. Doch real sind die Vorfälle, die Opfer wie die Täter. Deshalb ist es auch sinnvoll, sich einmal die Wirklichkeit der Täter anzuschauen.
Bernard Weber und sein Co-Regisseur Robi Müller begleiten die beiden 16-jährigen Gewalttäter Tim und Gibran bei ihrem Bemühen, mit ihren unkontrollierten Ausbrüchen umzugehen. Zwei Jahre bleiben die Filmemacher nah an diesen jungen Männern an der Schwelle des Erwachsenseins, die trotz eines ähnlichen Problems doch sehr verschieden sind.
Tim wirkt schüchtern und zurückhaltend. »Ich weiß gar nicht, wie ich schlage. Ich habe keinen Schmerz. Ich bin einfach am Dreinschlagen«, sagt Tim, als habe er Angst davor, dass seine Selbstkontrolle wieder einmal von einer Aggressionseruption überwältigt wird. Er kennt sein Problem und scheint trotzdem davon immer wieder übermannt zu werden. Er sehnt sich nach einer eigenen Wohnung, er ist »auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen«, nach einem Ort, an dem er Frieden finden kann. Ob das seine Blackouts verhindern würde?

Gibran ist ein charmanter, extrovertierter Draufgänger. Wenn er Furcht oder Angst kennt, dann zeigt er es nicht. »Gewalt ist etwas Normales«, findet er. Für ihn, der nach den Gesetzen der Straße gelebt hat, ist das Zuschlagen ein Mittel, um seinen Platz zu finden und zu verteidigen oder um etwas durchzusetzen.
So verschieden die beiden Gewalttäter auch sein mögen, bald entdeckt der Zuschauer Gemeinsamkeiten, die beide verbinden. Tim und Gibran sind nicht nur in Scheidungsfamilien aufgewachsen, sondern auch zwischen den Kulturen: Sie leben mit ihren Schweizer Müttern in der Schweiz, die Väter aber sind weit weg. Sie wohnen wieder in ihren Heimatländern.
Gibran verbüßt eine Haftstrafe in einer geschlossenen Anstalt, weil er immer wieder wegen seiner Gewalttätigkeiten angezeigt worden war. Schließlich hat er ein Anti-Aggressivitäts-Training verordnet bekommen. Der Film zeichnet auch diese Sitzungen auf. Doch oft sind seine Besserungsversprechen und Einsichtserklärungen Lippenbekenntnisse. Auch deshalb landet er auf dem »heißen Stuhl«, eine erbarmungslose therapeutische Konfrontationstechnik, bei der ein Teilnehmer der Gruppensitzungen einem verbalen Kreuzfeuer der anderen ausgesetzt wird. Doch auch diese harte Methode scheint Gibrans Gewaltstruktur nicht knacken zu können. Dann schießt er während eines Streits auf seine Freundin, und zum ersten Mal wirkt er bewegt und auch bereit, sich selbst zu hinterfragen. Seine Gewissheit, dass er seine Gewaltbereitschaft kontrollieren kann und diese nicht ihn, hat einen Riss bekommen.

Donnerstag, 21. Januar 2010 - Kunsthaus Meiningen
19:00 UHR | Faustrecht - Kunsthaus

Gesprächspartner:
Direktorin Sigrun Kowalski, Landgericht Meiningen
Bildungszentrum der Thüringer Polizei, Meiningen
Manuela Ploch, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Suhl,
Kristin Kurth, Michael Petersen, Jugendhilfeverein „ Fähre“ e. V., Suhl,
Wera Leißner-Koch, WEISSER RING e. V., Schmalkalden – Meiningen - Suhl
Jugendamt Meiningen

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Sonntag, 17. Januar 2010

Für Gott, Zar und Vaterland - 17.01.2010 - 19 Uhr - bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen





Für Gott, Zar und Vaterland

Mikhail Morozov

Ein Mann, ein Ort. Er heißt Mikhail Morozov, sein Dorf Durakovo. Dort, unweit von Moskau, hat der russische Millionär Morozov das Sagen. Er tut das wortreich wenngleich wenig vielsagend. Denn hier dreht sich alles um das eine Thema, um die Rechtfertigung und Durchsetzung von Machtansprüchen. Das klingt bei Morozov mal so: »In Durakovo darf nur einer die Stimme erheben, und das bin ich. Hier musst du gehorchen. Du unterwirfst dich freiwillig meinen Regeln. Der Herr hat mich hier eingesetzt. Es gibt keine Macht, die nicht von Gott ist.« Wenn er über die Machverhältnisse im Land spricht, klingt es so: »Gott im Himmel, der Zar auf Erden. Im Himmel bei Gott gibt es keine Demokratie. Alles läuft streng hierarchisch ab und hat seinen festen Platz: Alle dienen Gott, dem Herrn. Alle Russen unterstehen dem von Gott gesegnetem Zaren. Du willst dich nicht unterwerfen? Dann geh in ein anderes Land.« Gott wird von Mikhail Morozov immer wieder als Zeuge für seine politischen Ideen angerufen. Doch die Idee von seinem Gott hat er nach seinen politischen Vorstellungen modelliert. Das andere »Höhere«, das wie ein Fettauge auf Morozovs Wortsoße schwimmt, heißt Vaterland. Der Zar, und damit ist hier Vladimir Putin gemeint, soll einspruchs- und widerspruchsfrei, also mit gottgleicher Autorität, regieren. Mikhail Morozov hat diese Idee für sich schon einmal in Durakovo umgesetzt. Im Stile feudaler Gutsherrschaft führt Morozov seinen ländlichen Besitz. Hier lässt er »seine Leute« kehren, hämmern, schleppen, bauen. Sie renovieren das Anwesen, misten den Stall aus und bewirten seine Gäste. Sie arbeiten, warten und gehorchen.Aus ganz Russland kommen sie hierher um Untertanen zu werden und hier freiwillig ihre Freiheit und Eigenverantwortung abzulegen. Zu den Absurditäten dieser Geschichte um Macht und Unterwerfung gehört der Auftritt der Mutter, die ihren erwachsenen Sohn bei Morozov in Durakovo abgibt. »Er braucht ihre Hilfe«, sagt sie. »Er tut nichts um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.“ »Hier bekommst Du eine Chance zu dir selbst zu finden«, verspricht Morozov dem jungen Mann. Selbstfindung durch Verzicht auf Freiheit? Der Neue bleibt im Trainingslager für Untertan. Gezwungen wird er nicht. Freiwillig sieht jedoch anders aus. Später will er Durakovo verlassen, weil er die Überwachung leid hat. »Die Überwachung kommt von Gott«, erklärt Morozov. Wieder bleibt er. Freiwillig. Dass er sich schließlich nur durch Flucht entziehen kann, zeigt, dass der freie Wille in Durakovos Schule der Unterordnung keinen Platz hat.
»Durakovo ist ein Symbol für das Wiederaufleben unseres Landes«, sagt Morozovs Freund Sergej Baburin. Er ist der Chef der rechten Partei »Volkswille«, die heute »Volksunion« heißt. Der ehemalige Sowjetfunktionär Sergej Baburin, der zur Zeit der Dreharbeiten auch stellvertretender Sprecher der Duma war, erklärt: »Gorbatschow hat im Zuge der Perestoijka die Schleusen geöffnet und die Redefreiheit eingeführt, ... Diese Laxheit befindet sich nun auf dem Rückzug. Heute beeinflusst der Staat wieder Radio und Fernsehen. Wir sind zufrieden, denn wir befanden uns in einer Sackgasse.
Putin hat unsere Hoffnungen erfüllt.« Denn wer sprechen und seine Meinung sagen darf, das wollen die neuen Herren auf jeden Fall selbst bestimmen.

17.01.2010 KUNSTHAUS MEININGEN
19:00 Uhr | Für Gott, Zar und Vaterland
GesprächspartnerInnen:
Dr. Volker Petzold, Freier Filmjournalist
Spätaussiedler aus Russland, angefragt
Cordula Dörges-Al-Kassab, sm.int/ Integrationsprojekt Meiningen
Überregionaler Filmpartner
Heinrich-Böll-Stiftung

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Samstag, 16. Januar 2010

Citizen Havel - 16.01.2010 19 Uhr - bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen



Der Schriftsteller Václav Havel war Dissident und Präsident, und er ist auch heute noch eine Symbolfigur. Havel steht für den gewaltlosen Kampf gegen staatliche Unterdrückung und Zensur. Er kämpfte für eine freie und demokratische Gesellschaft. Eigentlich hatte der Bürger Havel sich nach eigenen Aussagen nicht für Politik interessiert. Und doch wurde er zu einem der berühmten Sprecher gegen die Willkür des kommunistischen Regimes. Zum ersten Mal erregte der Kritiker Havel 1967 mit einer Stellungnahme gegen die Zensur die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Der Theaterautor Havel wurde nach der gewaltsamen Beendigung des „Prager Frühlings“ durch die Armeen des Warschauer Paktes von der Bühne verbannt. Er war einer der prominenten Unterzeichner der „Charta 77“, mit der die tschechische Bürgerrechtsbewegung gegen die Menschenrechtsverletzungen im Land protestiert hat.
Immer wieder wurde Václav Havel verhaftet. 5 Jahre verbrachte er im Gefängnis. Die Machthaber wollten ihn mundtot machen – ohne Erfolg...
Im Dezember 1989 wurde Václav Havel zum Präsident der Tschechoslowakei und 1993 zum ersten Präsident der Tschechischen Republik gewählt.
Knallige Beschreibungen wie ein »märchenhafter Aufstieg vom Gulag in die Burg« (Reason Magazine, 5. 03) scheinen sich für diesen Werdegang anzubieten. Regisseur Pavel Koutecký geht mit seinem Film »Citizen Havel« einen anderen, viel interessanteren Weg, bei dem er auf Zuspitzung und Überhöhungen verzichtet. Er sucht nicht den Helden, er betrachtet den Mensch in seiner Rolle. Koutecký wählt für sein Porträt eine demokratische Perspektive. Kameramann und Präsident scheinen sich auf gleicher Höhe zu befinden. Er versucht auch nicht, mit Archivbildern etwa, den Weg Havels zu rekonstruieren. Koutecký hält fest, was gerade vor seiner Kamera passiert.
»Citizen Havel« lässt den Zuschauer an Gesprächen des Präsidenten mit seinen Beratern teilnehmen. Wir erleben ihn in Krisen, etwa bei der Regierungsbildung, bei der Vorbereitung auf Staatsbesuche und andere Repräsentationsaufgaben oder wie er Debatten um seine Person am Fernseher verfolgt. Havel thematisiert die Präsidentenrolle, er lässt sich bei der Selbstinszenierung zuschauen und erlaubt sogar die Aufzeichnung der Inszenierungshilfe seines Beraterteams. Einblick und Transparenz sind dem gefährlichen Teil der Machtausübung entgegen gesetzt. Wie fürchterlich eine Macht sein kann, von der man nichts weiß, nicht wie sie funktioniert, wer dahinter steckt und was ihre Ziele sind, hat Franz Kafka, ein anderer Bürger Prags, in seinem Roman »Das Schloss« erfahrbar gemacht. Václav Havel lässt sich bewusst in die Karten schauen und er gestattet mehr als einen Blick hinter die Kulissen seiner Macht.

Zehn Jahre blieb Kouteckýs Kamerateam ganz nah dran. In dieser Zeit, der gesamten Amtszeit des ersten Tschechischen Präsidenten, hat er 150 Drehtage mit Václav Havel verbracht und 120 Stunden Film belichtet. Davon ist vieles, wie z.B. Havels Räsonnement über Stil, Hemden und Krawatten geradezu spektakulär unspektakulär. Natürlich kann man sagen, dass Havels insistieren auf ein ansehnlicheres Rednerpult, oder der Wunsch eine Vase des tschechischen Designers Bocek Šípek möge bei Fotoaufnahmen neben ihm stehen, keine welthistorische Bedeutung haben. Doch zeigen sie den Bürger in der Präsidentenrolle und wie der die Aufgabe der Repräsentation reflektiert und dabei auch bemüht ist sein eigenes Markenzeichen zu kreieren. So kann »Citizen Havel« als Film betrachtet werden, der Licht in die Lücke zwischen Amtsträger und Amt wirft.

Samstag, 16. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 Uhr | Citizen Havel - Kunsthaus
Gesprächsrunde zum Film:
Frank Thomas Gerdes, Freier Künstler
Birgit Henkel, Mehr Demokratie in Thüringen

Donnerstag, 14. Januar 2010

Bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen - Gesprächspartner und Januarprogramm



Bundesweites Filmfestival ueberMACHT im Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstraße 14, 98617 Meiningen

Filmstart jeweils 19 Uhr - Anschliessend Diskussion

Programm:

Donnerstag, 14. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 UHR | Die Schuld eine Frau zu sein

GesprächspartnerInnen:

Heike Born und Janja Walther, "Frauen helfen Frauen" e.V., Meiningen
Cornelia Anschütz-Plagge, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt "Hanna" für den Raum Süd-West-Thüringen
Cordula Dörges-Al-Kassab, sm.int/ Integrationsprojekt Meiningen
Rekia Techel, Marokkanerin in Deutschland

Samstag, 16. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 Uhr | Citizen Havel - Kunsthaus
GesprächspartnerInnen:
Frank Thomas Gerdes, Freier Künstler
Birgit Henkel, Mehr Demokratie in Thüringen


Sonntag, 17. Januar 2010 - Kunsthaus

19:00 Uhr | Für Gott, Zar und Vaterland
GesprächspartnerInnen:
Dr. Volker Petzold, Freier Filmjournalist
Spätaussiedler aus Russland, angefragt
Cordula Dörges-Al-Kassab, sm.int/ Integrationsprojekt Meiningen,


Donnerstag, 21. Januar 2010 - Kunsthaus

19:00 UHR | Faustrecht - Kunsthaus

Gesprächspartner:
Direktorin Sigrun Kowalski, Landgericht Meiningen
Bildungszentrum der Thüringer Polizei, Meiningen, angefragt
Manuela Ploch, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Suhl,
Kristin Kurth, Michael Petersen, Jugendhilfeverein „ Fähre“ e. V., Suhl,
Wera Leißner-Koch, WEISSER RING e. V., Schmalkalden – Meiningen - Suhl
Jugendamt Meiningen, angefragt

Samstag, 23. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 Uhr | Monsanto mit gift und genen

Gesprächspartner:
Michael Grolm Berufsimker/ Feldbefreier, angefragt
Lea Tanja Hinze, Freiwillige Feldbefreier/ Gendreck Weg!,
Landschaftspflege- und Agrarhöfe GmbH, Kaltensundheim
Biosphärenreservat Rhön, Thüringische Verwaltungsstelle, angefragt
Bauernverband Thüringen, angefragt
Jennifer Schubert, MdL/ BÜNDIS 90 / DIE GRÜNEN, Thüringer Landtag
Dr. Frank Augsten, MdL, Landes- und Landwirtschaftlicher Sprecher der Grünen/ Thüringen, angefragt
Thüringer Ökoherz e.V.", angefragt
Landwirtschaftsamt
Thomas Weih, BUND,
Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, angefragt

Sonntag, 24. Januar 2010 - Kunsthaus
19:00 Uhr | Ihr Name ist Sabine
GesprächspartnerInnen:
Susanne Klapka, Lebenshilfe Meiningen
Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus, Regionalverband, angefragt
Staatl. Reg. Förderzentrum Pestalozzischule, Förderschwerpunkt Lernförderung, Meiningen, angefragt
Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit- und Soziales Meiningen, angefragt


weiterer Festivalort in Meiningen - Volkshochschule
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Montag, 11. Januar 2010

Ausstellung - Der Sonnengesang im Kunsthaus Meiningen


Ein Werk der Weltliteratur, gleichzeitig das bedeutendste Gebet des Heiligen Franziskus von Assisi und Dauerbrenner der Meditation – das ist der Sonnengesang (Il Cantico di Frate Sole). Bis heute hat das im 13. Jahrhundert auf dem Todesbett vollendete Gebet nichts an Aktualität und Brisanz eingebüßt. Das Wirken des charismatischen Giovanni Battista Bernardone, wie der Heilige Franziskus (1181-1226) mit gebürtigem Namen hieß, strahlt bis in unsere Zeit. Ein Beispiel dafür ist das Franziskaner-Kloster auf dem Kreuzberg, das sich an den Regeln des damals in Umbrien gegründeten Bettelordens orientiert. Oder der Franziskusweg, ein meditativer Pilgerweg von 5 Kilometern mit 17 Stationen, der an der Thüringer Hütte bei Roth/ Rhön beginnt. Zu dessen Initiator Günter Werner wie zu den Franziskaner-Brüdern selbst haben die Künstler des außergewöhnlichen Projektes „Sonnengesang“ Kontakt aufgenommen. Überregional verwurzelt und beworben wird es im Kunsthaus Meiningen als Ort der Ausstellung realisiert. Ein Veranstaltungsprogramm setzt neben der Vernissage interessante Akzente.

Der Meininger Fotograf Gerhard Bretschneider, die Keramikerin Andrea Magnus und die Cellistin Renate Kubisch haben sich einerseits von den gelebten Zeugnissen in der Nachfolge des Heiligen Franziskus inspirieren lassen, andererseits von den zehn Strophen des Gesanges selbst. „Bruder Mond und Geschwister Sterne“ werden wie die Ur-Elemente unseres Daseins Feuer, Wasser, Erde und Sonne in der Preisung der Schöpfung angerufen. Im Lob des Herrn findet sich aber auch der Dank für den „leiblichen Tod; kein lebender Mensch kann ihm entrinnen.“ Die so einfachen wie elementaren Strophen werden von den Künstlern in unsere Zeit transponiert und illustriert. Sie verleihen ihnen ein aktuelles Gesicht und ein akustisches Pendant.

Gerhard Bretschneider gibt in seinen großformatigen Fotografien Naturzerstörung, Tod und Demut, aber auch Schönheit und Lebensfreude ein nachdenkliches Gesicht. Seine Aufnahmen aus der ganzen Welt weichen bewusst vom traditionellen Weg ab. Seit einem Jahr beschäftigt er sich intensiv mit der Thematik - er hat das Projekt angeregt. Eine Umsetzung des Textes in den zweidimensionalen Raum seiner Bilder war ihm zu wenig, deshalb hat er sich für die Realisation der Inhalte im dreidimensionalen und klanglichen Raum Andrea Magnus und Renate Kubisch mit ins Boot geholt. Beide werden aus ihrer eigenen Sicht, unter Beachtung der heutigen Zeitsituation, Interpretationen und Denk-Anstöße zum Sonnengesang liefern.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine AudioCD.

Vernissage 20.02. um 19 Uhr - Laudatio Franziskanerpater Stanislaus Wentowski (Kloster Kreuzberg). Musik von Renate Kubisch und eine Performance von Julius Kubisch rahmen die Veranstaltung, bei der originales Klosterbier vom Kreuzberg ausgeschenkt wird.

Veranstaltungsprogramm:

20.02.2010 19 Uhr - Vernissage Ausstellung Sonnengesang

16.03. 2010 um 19 Uhr Leben und Werk des heiligen Franziskus. Klosterleben der Franziskaner heute – Pater Stanislaus, Musik Renate Kubisch

30.03.2010 um 19 Uhr Interpretation des Sonnengesangs in Wort und Klang – ein meditativer Abend

05.04.2010 15.00 Uhr Finissage

Öffnungszeiten Kunsthaus Meiningen, Ernestiner Str. 14, Do-So 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

weitere Infos, Fotos und Filme zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

SIGNALE - Objekte und Zeichnungen von Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen


SIGNALE - Objekte und Zeichnungen von Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen


Ab 13. Februar zeigt Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen Objekte und Zeichnungen.

Seine Ausstellung trägt den Titel „Signale“.

Rosenstiel nimmt dabei Bezug zu einem innerhalb von drei Jahren entstandenem Zyklus von kleinformatigen Objektkästen. Sie sind als eine Art „Versuchsanordnung“ als Raumobjekt installiert. Belebte und unbelebte Dinge werden zum Gegenstand menschlichen Forscherdrangs und menschlicher Neugierde. Er thematisiert auf seine Weise Möglichkeiten und Unmöglichkeiten mit zum Teil fragwürdigen „Untersuchungsmethoden“ in inneren Bereiche der Dinge vorzudringen.

Begleitend dazu werden Handzeichnungen und Collagen gezeigt, die in einem mittel- oder unmittelbaren Zusammenhang zu den Objekten stehen. In einem weiteren Raum zeigt Rosenstiel einen Teil des Projektes „Planspiel Erde“.

A. Rosenstiel, Jahrgang 1947, lebt in Meiningen und Steinach.

Die Vernissage ist am 13.Februar, 19 Uhr. Zur Einführung spricht Waldemar Franz Rösch.

Musikalisch wird die Veranstaltung durch den Ausnahmemusiker Daniel Lorz am Saxophon begleitet. Der Eintritt zur Vernissage ist frei!


Begleitend zur Ausstellung Signale findet am 25.03.2010 um 19 Uhr ein Kunstgespräch mit Albrecht Rosenstiel statt.


Zur Personalausstellung von Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen ist ein Katalog erschienen.

Die Ausstellung im Kunsthaus Meiningen ist bis Ostern 2010 Donnerstags bis Sonntag von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung zu besichtigen.

Weitere Informationen zur Ausstellung, Fotos und Videos zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

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Ausstellung „SIGNALE“

Ausstellungsdauer: 13.02.2010-05.04.2010

Vernissage: 13.02.2010 19 Uhr

Kunstgespräch zur Ausstellung: 25.03.2010 19 Uhr

Öffnungszeiten:

NEKSTGalerie: Do-So 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Café/Bar im Kunsthaus täglich ab 17 Uhr, Sa+So ab 15 Uhr


Kunsthaus Meiningen

Ernestinerstraße 14

98617 Meiningen

Tel/Fax: 03693-882583

info@kunsthaus-meiningen.de

http://www.kunsthaus-meiningen.de



Sonntag, 10. Januar 2010

Das Kunsthaus ist nun sicher. - Meiningen. Alles wird gut.

FW Meininger Tageblatt

Ressort Meiningen
Erschienen am 08.01.2010 17:28
NEKST-Kulturverein
Das Kunsthaus ist nun sicher
Grund zur Feier: Insolvenzverwalter übergab Gebäude und Grundstück an die Stadt
Meiningen. Alles wird gut. Auch wenn die gestrige kleine Party im Meininger Kunsthaus in der Alten Posthalterei erstmal für etwas
Kunsthaus-Übergabe Bild vergrößern
Der Vorsitzende des NEKST-Vereins, Waldemar Franz Rösch (l.), teilte seine Freude zur Übergabe des Kunsthauses an die Stadt mit Kulturreferentin Dana Kern, dem stellvertretenden Landrat Rolf Baumann sowie weiteren NEKST-Vorstandsmitgliedern.
Bild: cs
Verwirrung sorgte. Offiziell wurden Gebäude und Grundstück vom Insolvenzverwalter an die Stadt übergeben.

Die Freude von Seiten der Mitglieder des NEKST-Kunstvereins war groß. Viele Gäste waren zur kleinen Feier ins Kunsthaus gekommen. Darunter der stellvertretende Landrat Rolf Baumann und Ute Stockmann vom Landratsamt, die Meininger Kulturreferentin Dana Kern, Theaterintendant Ansgar Haar, der Leiter der galerie ada, Ralf-Michael Seele, die Leiterin der Kunst- und Kreativschule, Beatrice Scherzer, sowie zahlreiche Freunde des Kunsthauses. Allein Manfred Will vom Hoch- und Tiefbauamt der Stadt hatte ein Problem: „Einlader ist nicht die Stadt. Ich bin nur hier, um die körperschaftliche Übergabe vom Insolvenzverwalter an die Stadt Meiningen anzunehmen, also um Zählerstände abzulesen und alles rechtmäßig zu übernehmen.“

Improvisation

Improvisation gehört zum Meininger Kunsthaus und NEKST-Verein. „Es ist für uns ein denkwürdiger Tag, weil wir endlich was Offizielles für die Nutzung haben“, erklärte Waldemar Franz Rösch, der Vorsitzende des NEKST-Vereins. Und die Freude war ihm hierzu sichtlich ins Gesicht geschrieben. Dana Kern als Vertreterin der Stadt schloss sich an: „Wir freuen uns mit. Für die Pflege der alternativen Kulturszene ist nun endlich der Ort gesichert.“

Rolf Baumann gratulierte „im Namen des Landkreises“ und sagte: „Seit Jahren haben wir für eine Lösung mitgerungen. Ich erinnere mich, wie ich vor vielen Jahren noch im ehemaligen Knasthaus (dem vorherigen Kunsthaus-Domizil, Anm. Redaktion), mit NEKST-Mitgliedern diskutiert habe.“ Und der stellvertretende Landrat war nicht mit leeren Händen gekommen. Er übergab einen 100-Euro-Scheck an den NEKST-Vorsitzenden und stand zum bereits abgegebenen Versprechen von Landrat Ralf Luther, nämlich, sich an den Kosten zu beteiligen. „Der Landkreis wird prüfen, inwieweit er sich an einer finanziellen Unterstützung beteiligen wird“, ließ Luther ausrichten.

Der Weg ist frei

„Der Weg ist frei. Wir müssen nicht noch mal fünf Jahre warten, jetzt kann Geld ins Gebäude gesteckt werden“, sagte die Kulturreferentin der Stadt. Dazu erklärte Rösch: „Wir müssen ein neues Baukonzept einreichen, um die Auflagen des Landratsamtes zu erfüllen, beispielsweise zur Sicherung der Fluchtwege oder zur Schallisolierung des Veranstaltungssaals.“ Auch ein Nutzungsvertrag mit der Stadt muss noch abgeschlossen werden. „Aber“, so der NEKST-Vorsitzende: „Jetzt ist das Kunsthaus sicher!“ (cs)

Donnerstag, 7. Januar 2010

WELTKULTURWOCHE - Meiningen, tolerant und demokratisch


Die Kultur- und Theaterstadt bekennt sich zur Toleranz, in Meiningen gibt es keinen Platz für extremistisches Gedankengut.

Das Bündnis gegen Rechts lädt alle Meininger, Vereine, Geschäfte, Initiativen, Schulen, Unternehmen, Institutionen ein sich vom 25.09. bis zum 02.10.2010 an der WELTKULTURWOCHE zu beteiligen und Position zu beziehen und sich offen gegen Rassismus und Intoleranz zu stellen.
Im 20. Jahr der Wiedervereinigung zeigt Meiningen mit der ganzen Vielfalt seines kulturellen Lebens seine Weltoffenheit.

In die Meininger WELTKULTURWOCHE kann sich Jeder einbringen.

Von Diskussionen, Vorträgen, Lesungen, speziellen Angeboten, Konzerten, Filme, Theaterstücken, Gottesdiensten, Symposien, Ausstellungen, Kulinarischem, Kurzfilmwettbewerb, Aktionen, Sportveranstaltungen reicht das Spektrum ….

Die WELTKULTURWOCHE wird am Samstag, den 25.09.2010 mit dem „Fest der Kontinente“ zentral am Meininger Marktplatz eröffnet.

Über die Woche verteilt finden neben den durchgängigen Aktionen täglich verschiedene Schwerpunktveranstaltungen statt.
Das Programm ist breit gefächert und über das ganze Stadtgebiet verteilt, so kann man in Meiningen immer wieder Neues entdecken.

Den Abschluss bildet am 2. Oktober die „Lange Nacht der Kultur“.
Hier werden die Ergebnisse präsentiert und die kulturelle Macht Meiningens dargestellt.
Bestandteil der Langen Nacht der Kultur ist Livemusik in den beteiligten Kneipen, Nachtöffnungen in den Galerien, kulturellen Einrichtungen,den Geschäften und noch vieles mehr.

Die WELTKULTURWOCHE setzt vom 25.September bis zum 2. Oktober ein deutliches Zeichen für Toleranz und Demokratie in Meiningen.

Details zum Programm, den beteiligten Partnern und zum Ablauf der Woche werden hier immer aktuell bekannt gegeben.

Das komplette Programmheft zur Meininger WELTKULTURWOCHE wird Anfang August in gedruckter Form erhältlich sein.

Weitere Infos unter: http://www.weltkulturwoche.de

Dienstag, 5. Januar 2010

Die Ungeborenen - OFFTheater im Kunsthaus Meiningen


Die Ungeborenen - OFFTheater im Kunsthaus Meiningen

Nach dem Stück "Was bleibt bin ich" mit der Schauspielerin F. Pasch gibt es zum Jahresanfang 2010 das Stück "Die Ungeborenen" im Kunsthaus Meiningen.
Das Leben im Rausch, zwischen Bodenständigkeit, Facebook und Komasaufen, stellt die moralische Frage zwischen Verantwortung und Vergnügen.
Doch welche Verantwortung ist so klar definiert das sie unumstößlich richtig erscheint?
Und wo ist die Grenze zwischen Vergnügen und Sucht?
Wer sind die Opfer eines solchen Lebens?
Müssen wir Verantwortung tragen? Holt sie uns ein?
Das Stück "Die Ungeborenen" gibt den Leidtragenden ein Gesicht.
Aufführungstermine Donnerstag, 07.01., Samstag,09.01. und Sonntag,10.01. jeweils 19 Uhr
Regie/Text Sascha Mey
Darsteller: Christin Dietzel, Lucas Mey
Ton/Licht: Danilo Müller
Aufführungsort: Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstraße 14 98617 Meiningen
Weitere Infos, Fotos und Filme zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Bundesweites Filmfestival ueberMacht im Kunsthaus Meiningen



Bundesweites Filmfestival ueberMacht in Meiningen
Vom 19.12.09 bis 25.01.10 findet das bundesweite Filmfestival „Ueber-Macht“ in der Kunst und Kulturstadt Meiningen statt.
Das Festival wandert durch Deutschland. Ausgerichtet wird es von den „Gesellschaftern“, demVerein „Landfilm im Dreiländereck“ und der Aktion Mensch. Präsentiert werden 13 Dokumentarfilme zum Themenkomplex Macht. Wer hat Macht, wie entsteht Macht und „Ohnmacht“, wie gehen Mächtige mit ihrer Verantwortung um, wer legt die Regeln um die Macht fest und wer kontrolliert die Mächtigen. Mit den Filmen und den anschliessenden Diskussionen regen die Festivalmacher zur öffentlichen Diskussion an, denn unser demokratisches Gesellschaftswesen ist so mächtig (!) wie jeder an der Macht teil hat. Das Filmfestival wurde im Kunsthaus Meiningen am 19.12.2009 mit dem Film Strange culture/ Fremdkulturen eröffnet.

14.01.2010 um 19 Uhr wird der Film "Die Schuld eine Frau zu sein" gezeigt.
zum Film: Die Geschichte einer Selbstbefreiung, die um die Welt ging. Als Wiedergutmachung für ein angebliches Vergehen ihres Bruders wird die Pakistanerin Mukhtar Mai von den Männern eines Nachbarclans vergewaltigt – die Strafe eines archaischen Machtsystems. Doch die junge Frau weigert sich, die ihr zugedachte Rolle zu akzeptieren und sich aus Scham selbst zu töten, wie es üblich ist. Mit Hartnäckigkeit und gegen viele Widerstände bringt sie die Täter vor Gericht. Mit der Entschädigungszahlung baut sie in ihrem Heimatdorf die erste Schule für Mädchen und junge Frauen auf, denn Mukhtar Mai ist überzeugt: Bildung ist für Frauen der beste Schutz gegen patriarchalische Unterdrückung und das, was ihr geschehen ist.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


16.01.2010 um 19 Uhr wird der Film "Citizen Havel" gezeigt.
Zum Film: Der Dissident wird Präsident. Von den Kommunisten wurde er verfolgt. Nach dem Fall des Regimes wurde er zum ersten Staatspräsidenten der Tschechischen Republik: Václav Havel. Zehn Jahre hatte er das höchste Staatsamt der jungen Demokratie inne. Während dieser Zeit begleitet Regisseur Pavel Koutecký den Präsidenten mit der Kamera. »Citizen Havel« erlaubt außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen der Macht und in das Räderwerk der Politik. Wir erleben einen Präsidenten, der mal ironisch mit der eigenen Rolle spielt, dann wieder sich selbst inszeniert, der aber auch im Konflikt mit seinem neoliberalen Gegenspieler Václav Klaus nachdrücklich Stellung bezieht.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


17.01.2010 um 19 Uhr wird der Film "Für Gott Zar und Vaterland" gezeigt.
Mikhail Morozov hat beste Beziehungen zum russischen Geheimdienst, dem Militär, der orthodoxen Kirche und der Partei Wladimir Putins. Und er besitzt in der Nähe von Moskau das Dorf Durakovo. Hier herrscht der Hausherr nach feudalen Gepflogenheiten. Morozov hat keine Mitarbeiter, er hat freiwillige Leibeigene. Aus ganz Russland kommen Männer und Frauen, um von der Last der Mündigkeit befreit und Untertanen zu werden. Morozov predigt ihnen sein Weltbild - das einer gottgebenen Hierarchie, in der die einen dazu sind, zu herrschen und die anderen, zu gehorchen. Demokratie steht darin für Chaos und ist ein Schimpfwort. So krass der Einzelfall sein mag - er wirft die Frage auf, wie typisch er für die Stimmungslage im heutigen Russland ist.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


21.01.2010 um 19 Uhr wird der Film "Faustrecht" gezeigt.
Zum Film: Jugendliche Gewalttäter. In den Medien werden sie oft zu »Monstern« reduziert, und zur Zuspitzung von Wahlkämpfen eignen sie sich auch prima. »Faustrecht« schaut genauer hin. Der Film begleitet zwei 16-Jährige: Während Tim unter seinen unkontrollierten Gewaltausbrüchen selber leidet, setzt Gibran Gewalt kühl kalkulierend als Machtmittel ein, um sich Respekt zu verschaffen. Mitgefühl scheint für ihn ein Fremdwort zu sein – bis es zu einem furchtbaren Zwischenfall mit seiner Freundin kommt. Um die beiden Hauptpersonen zeichnet »Faustrecht« ein differenziertes Bild von engagierten Helfern, überforderten Therapeuten und Eltern, die zwischen Ratlosigkeit und Desinteresse schwanken.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


23.01.2010 um 19 Uhr wird der Film " Monsanto, mit Gift und Genen" gezeigt.
Zum Film: Genetisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Hersteller-Firmen. Marie-Monique Robins brillante Recherche über den Biotechnologie-Konzern Monsanto untersucht, wie die »wissenschaftlichen Beweise« für diese Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Gen-Manipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


24.01.2010 um 19 Uhr wird der Film " Ihr Name ist Sabine" gezeigt.
Zum Film: Sabine und Sandrine Bonnaire sind Schwestern. Sabine ist Autistin. Sandrine dagegen gehört zu den großen Stars am Kinohimmel. Ihre erste Arbeit als Regisseurin hat sie ganz ihrer Schwester gewidmet. Ihr Film erzählt, wie das ursprünglich quirlige Mädchen in eine emotionale Krise stürzt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Sabine wird massiv mit Psychopharmaka behandelt – fünf Jahre lang. Danach sind ihre kreativen Fähigkeiten und persönliche Ausdruckskraft nahezu zerstört. Heute lebt sie in einer Wohngruppe in der französischen Provinz, die mit Hilfe ihrer Schwester aufgebaut wurde. Hier lernt Sabine neu leben.
Im Anschluss des Filmes Filmdiskussion mit kompetenten Gesprächspartnern


Weiterer Aufführungsort in Meiningen neben dem Kunsthaus ist die Volkshochschule. Zu jedem der gezeigten Filme gibt es im Anschluss eine Diskussion mit zu der thematisch passende Gesprächspartner bzw. die Regisseure geladen werden. Weitere Infos zum Festival und seinen Partnern in Meiningen unter: http://www.ueber-macht.de http://www.gesellschafter.de http://www.landfilm.ev.ms http://www.aktion-mensch.de http://www.kunsthaus-meiningen.de Bundesweites Filmfestival | Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung
"UEBER-MACHT"
www.ueber-macht.de
19. Dezember 2009 - 25. Januar 2010 | meiningen
KUNSTHAUS + Volkshochschule
Festivalkoordination: Landfilm im Dreiländereck e.V. Ansprechpartner: Bernd Müller Rauner Str. 22 | 08258 Landwüst Tel.: +49(0)37422-402744 Landfilm@web.de | www.landfilm.ev.ms

Programminfo /Ticket-Hotline: 037422-402744; 0174-3584002 (Eintritt 5 Euro Ermäßigt 3 Euro)

Sonntag, 3. Januar 2010

Große Freude - Kunsthausübergabe – Freitag, den 08.01.2010 10 Uhr



Große Freude - Kunsthausübergabe – Freitag, den 08.01.2010 10 Uhr

Nach fünf langen Jahren zähen Verhandelns und Bangens wird am Freitag, den 08.01.2010 um 10 Uhr die Alte Posthalterei, nach der Eigentumsübertragung an die Stadt übergeben. Dazu laden wir Sie und alle Freunde des Kunsthauses herzlich auf ein Glas Sekt ins Kunsthaus ein.


Aus großer Freude und Dankbarkeit sind die Ausstellungen im Kunsthaus vom 8.-11.01. von 15-18 Uhr Eintritts frei.

Weitere Informationen, Fotos und Videos zum Kunsthaus unter: www.kunsthaus-meiningen.de


Aktuelle Ausstellungen im Kunsthaus Meiningen

bis 30.01.

  • Ausstellung „Gruppe Amberger Künstler“

  • Keramikausstellung „Kugel“

  • Fotoausstellung „Different Stone Pictures“

ganzjährig:

  • Galerieshop im Kunsthaus


Kunsthaus Meiningen

Ernestinerstraße 14

98617 Meiningen

www.kunsthaus-meiningen.de