Mittwoch, 24. Februar 2010

Inspirierender „Sonnengesang“

FW Meininger Tageblatt

Ressort Kultur lokal
Erschienen am 19.02.2010 17:09
Bildende Kunst
Inspirierender „Sonnengesang“
Heute Vernissage zum Projekt von A. Magnus, R. Kubisch und G. Bretschneider
Meiningen. „Fotografie – Klang – Keramik“ vereint ein ungewöhnliches Projekt, zu dem es heute um 19 Uhr im Meininger Kunsthaus
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,,Der Sonnengesang" von Franz von Assisi inspirierte die Keramikern Andrea Magnus zu vielfältigen Experimenten.
Bild: C. Scherzer
die Vernissage gibt.

Inspiriert vom „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus von Assisi fotografierte Gerhard Bretschneider auf seinen Reisen, die ihn in verschiedene Länder führten. Die Keramikerin Andrea Magnus ging zum Thema künstlerisch auf Entdeckungsreise. Und die Cellistin Renate Kubisch entlockte ihrem blauen E-Cello neue Musikstücke.
„Die Idee kam ursprünglich von Gerhard Bretschneider“, erklärt Andrea Magnus, „er hatte seine Fotografien und wollte sie durch neue künstlerische Sichtweisen zum Thema in ein größeres Gesamtkunstwerk stellen.“ Es scheint, dass die Keramikerin aus Hermannsfeld nur auf diesen Anlass gewartet hat. Denn über ihr Handwerk hinaus, war sie schon seit einiger Zeit in verschiedenen künstlerischen Genres tätig. Bei ihren Wanderungen durch die Natur, auch begleitend zu ihren Kursen waren Fotografien entstanden. Mit der Videokamera hatte sie ebenfalls schon öfter gearbeitet. „Das Thema hat mich zur vielseitigen künstlerischen Arbeit sehr inspiriert.“
Ausgangspunkt waren die mittelalterlichen „Sonnengesang“-Strophen Franz von Assisis. Er lobpreist darin die Schöpfung mit den lebenserhaltenden Elementen der Natur – Sonne, Luft, Wetter, Wasser, Feuer und Erde. Als reicher Kaufmannssohn hatte er zuvor allen Genüssen und materiellen Gütern abgeschworen und war zum Bettelbruder für die Armen geworden. Nach seinem Tod wurde in seinem Geburtsort Assisi in Umbrien eine riesige, prachtvolle Klosteranlage gebaut, die bis heute ein pompöser und beliebter Pilgerort für Gläubige und Kunsttouristen ist.

Sinnbilder geschaffen

Andrea Magnus war noch nie in Assisi, ließ sich also nicht von der reichen Pracht der Nachwelt, sondern von den schlichten Gesängen des Franz von Assisi inspirieren. Zu den einzelnen Strophen gestaltete sie unterschiedlichste Sinnbilder. So beispielsweise zu „Gelobet seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel und jedliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.“ Eine Fotoinstallation mit langen Stoffbahnen, auf denen eine Tänzerin in rotes Tuch gehüllt, sich im Wind bewegt, hat die Künstlerin gestaltet. Ästhetische Anmut, erzeugt durch den Wind, möchte Andrea Magnus zum Ausdruck bringen. „Der Wind wirkt nicht nur zerstörend“, begründet sie.

Lebens-Todes-Spirale

Originelle Fotografien ausdrucksvollen Baumstamm-Gesichter, die sie bei ihren Spaziergängen fand, stehen als Sinnbilder für Mutter Erde und die vielfältigen Früchte und Pflanzen, die sie hervorbringt. Keramisch gestaltete sie in Rakutechnik Sonne, Mond und Sterne mit Spiralenornamenten. „Sie symbolisieren die Weiter- und Höherentwicklung des Lebens. Im Kontrast dazu steht eine in sich ruhende Kugel.“

In großformatigen Fotografien hat Gerhard Bretschneider den „Sonnengesang“ sinnbildlich umgesetzt. In experimentellen und dokumentarischen Fotografien nimmt er Bezug zum Text. Zu sehen sind unter anderem ein grauer, dunkler Wolkenhimmel, durch den das Sonnenlicht dringt, ein spektakuläres Feuer aus dem Krater eines Vulkans, eine kunstvolle Strelitzienblüte als Makrofotografie und eine Hauswand, auf die „Freiräume werden erkämpft – nicht erbettelt!“ gesprayt wurde.

Klang der inneren Stimme

Die Klänge, die die Cellistin Renate Kubisch zum „Sonnengesang“ komponierte, werden zur heutigen Vernissage erstmals zu hören sein. „Mein wichtigstes Anliegen ist, die zweite, die innere Stimme in mir zum Ausdruck zu bringen, die innere Melodie, die mich durch das Leben trägt. Auf diese Reise will ich die Menschen mitnehmen.“

Eine Einführung zur Ausstellung und das Leben des heiligen Franz von Assisi gibt der Franziskanerpater Stanislaus vom Kloster Kreuzberg.

Das offizielle Vernissageprogramm dauert ca. 20 Minuten. Danach ist Zeit zum Rundgang durch die Ausstellung oder zum Besuch der „Sommernachtstraum“-Vernissage im Theatermuseum, die um 19.30 Uhr beginnt. C. Scherzer

Grenzüberschreitende Bilder Fotografien „Innerhalb und außerhalb der Grenzen“ von Gabór Tamási im Kunsthaus Meiningen. Das Meininger Kunsthaus erfreut

FW Meininger Tageblatt

Ressort Kultur lokal
Erschienen am 19.02.2010 17:15
Bildende Kunst
Grenzüberschreitende Bilder
Fotografien „Innerhalb und außerhalb der Grenzen“ von Gabór Tamási im Kunsthaus
Meiningen. Das Meininger Kunsthaus erfreut im Februar mit regem Ausstellungsbetrieb – auch gegen die Kälte in den heizungslosen
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Gabór Tamási fotografierte auch zu seiner Ausstellungseröffnung im Kunsthaus. Zeitgleich zeigt er derzeit in Bamberg eine Expo.
Bild: C. Scherzer
Räumen der ehemaligen Alten Posthalterei. Der Vernissage zur Albrecht-Rosenstiel-Ausstellung am vergangenen Samstag folgte am Mittwoch die Eröffnung einer Fotoschau des Ungarn Gábor Tamási. Und am morgigen Samstag gibt‘s das Foto-Musik-Keramik-Projekt zum „Sonnengesang“ des Heiligen Franziskus.

Klein aber fein ist die Ausstellung, die Gabór Tamási im stuckgeschmückten Festsaal des Kunsthauses präsentiert. Unter dem Titel „Innerhalb und außerhalb der Grenzen“ zeigt er Schwarz-weiß-Aufnahmen zu zwei wichtigen Themen der Ungarn. Der Aufstand gegen die kommunistische Diktatur von 1956 „innerhalb der Grenzen“ bewegte weltweit.

Auslöser der Reise

Über das Thema „außerhalb der Grenzen“ weiß dagegen außer den Ungarn kaum einer. In Homórodalmás, einem rumänischen Dorf in Siebenbürgen, hat Gabór Tamási ungarische Minderheiten, die hier neben Romas und Rumänien leben, fotografiert. Auslöser für diese Reise zu seinen Landsleuten in Rumanien (bis zum Trianon-Vertrag von 1918 gehörte dieses Gebiet zu Ungarn) war eine Volksabstimmung in Ungarn erst vor wenigen Jahren. Die Ungarn sprachen sich dabei mehrheitlich gegen eine ungarische Staatsbürgerschaft ihrer Landsleute außerhalb Ungarns aus. Diese Entscheidung, die Tamási nicht teilte, brachte ihn dazu, nach Homórodalmás zu reisen. „Mich interessierte das Leben der Leute dort“, erzählt Gábor Tamási, der 1952 geboren wurde und schon als Kind, angeregt durch seinen Vater, fotografierte.

„Werra Automatic“

Mit 16 Jahren erhielt er seine erste moderne Kamera, eine „Werra Automatic“ aus der DDR. Es war ein Geschenk seines Schwagers, über ihn kam er auch zur dokumentarischen Fotografie, der bis heute seine Leidenschaft gehört. Seit 1970 arbeitet Tamási als Berufsfotograf in verschiedenen Bereichen. Mit einer Fotografengruppe dokumentierte er über mehrere Jahre das Leben in ungarischen Dörfern. Nicht nur in Ungarn, auch im Ausland ist er mit Ausstellungen präsent. In Bamberg wurde zuletzt eine Fotoschau von ihm eröffnet.

„Hinter meinen Bildern verbirgt sich immer eine Geschichte oder ein Gedanke, deren Deutung und Interpretation ich dem Betrachter überlasse. Ein Bild erkläre ich nur dann für wirklich gut, wenn dem Zuschauer dieser Prozess gelingt. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn meine Bilder länger als eine Minute angeschaut werden“, erklärt Tamási zu seinen Fotografien.

In dieser Beziehung dürfte sich der Ungar zur Vernissage im Kunsthaus gefreut haben. Denn die Besucher zeigten sich interessiert und betrachteten recht intensiv die Bilder.

In ein Jahrhundert zurück führt der Fotograf mit seinen Einblicken ins Leben der Bauern von Homórodalmás. Fern der modernen Zivilisation scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Beim Wäschewaschen, Kochen, Melken und Austreiben der Kühe, beim Schnapsbrennen (offiziell ist es eine Druckerei) und beim Feiern hat er die Bewohner fotografiert. Im Wohnzimmer des Schriftstellers Gyala Szabó steht sogar ein Computer. Freundlich schaut der alte Bauer János Kádár und seine Frau in die Kamera, witzig hat der Fotograf unter das Bild geschrieben: „der ehemalige Ministerpräsident mit seiner Frau“.

Warmherzige Bilder

Auch wenn für manchen Betrachter der Meininger Ausstellung vielleicht die eine oder andere Aufnahme etwas krass erscheinen mag, es sind warmherzige und liebevolle Bilder, die Tamási in Homórodalmás gemacht hat. Trotz ihrer Armut scheinen diese Menschen, fern allen Konsums und Wohlstands, glücklich zu sein. An die vergangene Welt ihrer Groß- und Urgroßeltern fühlten sich viele Vernissage-Besucher im Kunsthaus erinnert. Ein alter Kohleküchenherd mit vielen Töpfen und Pfannen gab beispielsweise Anlass zu Gesprächen untereinander.

Im Kontrast zu diesen Bildern stehen nachgestellte Szenen zum 1956er Aufstand in Budapest. Unter dem Titel „Metamorphosen“ zeigen sie maskierte Menschen, die Protest, Brutalität, Kälte, unmenschliches Leben aussstrahlen.

Vielerlei Assoziationen

So zeigt diese kleine Ausstellung unterschiedlichste Einblicke und Positionen „Innerhalb und außerhalb der Genzen“ der Ungarn, die vielerlei Assoziationen auch bei hiesigen Betrachtern wecken können. Zu verdanken ist die kleine Schau, die spontan ins Programm des Kunsthauses aufgenommen wurde, übrigens Timea Stäblein. Die gebürtige Ungarin und Wahl-Meiningerin, gehörte zu den Mitbegründern des NEKST-Kunstvereins. Sie organisierte in den ersten Jahren etliche Ausstellungen und den Austausch mit ungarischen Künstlern. Sie möchte sich künftig wieder aktiver ins NEKST-Leben einbringen, sagte sie. Zur Vernissage hatte Timea Stäblein ein kleines ungarisches Büfet vorbereitet. Mit ungarischen musikalischen Weisen begleiteten Klara, Annerose, Felix und Paul von der Max-Reger-Musikschule unter Leitung von Gudrun Asmus die Eröffnung. Die Laudatio hielt der Meininger Fotograf Erhard Driesel. Er hatte zur Freude von Gábor Tamási sogar eine eigene „Werra Automatic“-Kamera mitgebracht. „Ein wunderbarer Fotoapparat, auf dem man noch alles per Hand einstellen kann“, freute sich Driesel. Carola Scherzer

Dienstag, 16. Februar 2010

In der Folterkammer des Fortschritts Der Meininger Künstler Albrecht Rosenstiel beeindruckt die Besucher im Kunsthaus Meiningen mit seinen Metaphern

FW Meininger Tageblatt

Ressort Feuilleton
Erschienen am 16.02.2010 00:00
Ausstellung
In der Folterkammer des Fortschritts
Der Meininger Künstler Albrecht Rosenstiel beeindruckt die Besucher im Kunsthaus Nekst mit seinen Metaphern
Von Bettina Keller
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"Signale" hat Albrecht Rosenstiel seine Ausstellung genannt.
Bild: ari

Konsequent ist der Meininger Albrecht Rosenstiel in den letzten drei Jahren einen neuen künstlerischen Weg gegangen, der sich hier und dort bereits angedeutet hat. Beispielsweise 2009 in der Roßdorfer Galerie und im Schmalkaldener FFT-Werk, wo Kunst auf Metall traf. Statt mit Aquarellen und Druckgrafik tritt der gebürtige Elgersburger (Jahrgang 1947) jetzt mit Objekten, arrangiert in hölzernen Dia-Kästchen, sowie mit Collagen und Zeichnungen auf das Parkett des Meininger Kunsthauses. Und schlägt damit am Wochenende bei den hundert Besuchern der Vernissage wie eine Bombe ein. Tiefsinn und Leichtigkeit, Ernst und Spiel werden in abstrusen Versuchsanordnungen aus Schneckenhäusern, Wohlstandsmüll, Muscheln, Sämereien und elektrischen Verdrahtungen unter ein Joch gespannt. Die Arrangements überstrahlen die Arbeiten an der Wand, die nichtsdestoweniger einen spannenden Input liefern. Auch das sensible "Planspiel Erde", eine Genesis in Text und Bild, geht eher unter. Im letzten Raum der Schau blinkt, klingelt und rotiert es ganz nach Manier von Jean Tinguely. Doch der Hintergrund der Aufbauten hat enormen ethischen Tiefgang. "Tierversuche", wispert es im Publikum. Hinzu kommen Betrachtungen über den Krieg, über die Schweinereien in der Nahrungsmittel-Produktion.

Rosenstiel hat die Folterkammer des Fortschritts bildhaft erfasst. Auf der Suche nach des Pudels Kern entlockt er der Natur mit schmerzhaften Untersuchungsmethoden das letzte Geheimnis. Darunter sind zahlreiche Mini-Schocker. Insektenlarven, Granatapfel, Schilfrohr, Hornissen und ein toter Zobel, geplättet in einer metallenen Klammer, werden durchstoßen und verkabelt. Es sind Metaphern für das, was der Mensch in seinem Forschungsdrang der Natur antut - ohne Gegenleistung. Der Zobel war natürlich vorher schon tot: "Ein Erbstück", sagt Rosenstiel. In seinem künstlerischen Labor schafft er sogar die Synthese eines Homunkulus: Aus einem roten Knöllchen Stanniol in einem Reagenzglas wird ein echter Schoko-Weihnachtsmann. Entfernt tritt er damit in die Fußstapfen von Land-Art und Ready-mades, synthetisiert ihre Elemente jedoch auf einer philosophisch-moralisch extrem verdichteten Ebene.

Rosenstiel ist, wie Waldemar Franz Rösch in seiner Laudatio bemerkte, ein Künstler, der denkt. Rösch hat übrigens letzte Woche den Vorsitz des Nekst-Vereins an Christian Zepf abgegeben. Der Schwabe arbeitet im Marketing der Rhön-Limonade. Vorher war er zehn Jahr lang auf Rügen beheimatet. Seine Motivation lautet "Was machen, nicht die Hände in den Schoß legen". Kunstgeschichte hat er ebenfalls studiert. Auf seinen Kurs darf man gespannt sein. Das mit der Personalausstellung "Signale" präsentierte Oeuvre ist, wie Rosenstil sagt, Resultat einer langen Entwicklung. Entstanden sind die Arbeiten nicht planvoll, aber mit Leidenschaft. "Ich habe kein Thema abgearbeitet", so der promovierte Gymnasiallehrer und Kunsterzieher im Ruhestand. Das eigene künstlerische Schaffen hat er neben dem Job nicht vernachlässigt. Verschiedene Ausstellungen dokumentieren das. An seiner poetischen Kunstwelt zwischen "Datenfänger" und "Schnecken-EKG" will er in Zukunft weiterbasteln.

Ausstellung bis 5. April Do-So 15-18 Uhr. Gespräch mit Albrecht Rosenstiel am 25. März, 19 Uhr, im Kunsthaus Meiningen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog entstanden.

Weitere Informationen, Fotos und Videos zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Freitag, 12. Februar 2010

Ungarischer Fotograf präsentiert sich im Kunsthaus Meiningen



Innerhalb und Außerhalb der Grenzen – Gábor Támasi

Ungarischer Fotograf präsentiert sich im Kunsthaus Meiningen

Geschichten hinter den Bildern


In Zusammenarbeit mit dem in Hallstadt, bei Bamberg ansässigen Kontakt Verlages, zeigt das Kunsthaus Meiningen eine Ausstellung des ungarischen Fotografen Gábor Tamási. Mit dem Titel „Innerhalb und außerhalb der Grenzen“ präsentiert der Künstler Bilder einerseits mit politischem Bezug auf die ungarische Revolution (1956), anderseits über seinen einwöchigen Aufenthalt 2008 in einem kleinen Dorf, Homoródalmás, in Siebenbürgen, wo er mit seiner Kamera das Alltagsleben der dort lebenden ungarischen Minderheit verewigt hat.

Tamási wurde 1952 in Ungarn geboren. Er lebt in Budapest, seit 1970 arbeitet er als Berufsfotograf und ist in fast allen Bereichen der angewandten Fotografie, von der Objekt- und Werbefotografie bis hin zur Reportfotografie, tätig. Er nahm an zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teil. In seiner Arbeit möchte er die Beziehung zwischen Mensch und Zivilisation erforschen und verewigen. In diesem breiten Themenbereich interessiert ihn die dokumentarische, urbane und abstrakte Darstellung am meisten.

Spuren hinterlassen, dem Leben einen Sinn zu geben, wünscht sich jeder von uns. Im Künstlercredo von Tamási sind aber auch die Fragen „was?“ und „wie?“ verborgen. Diese inspirieren ihn immer wieder etwas Neues zu zeigen oder bereits Vorhandenes neu zu interpretieren. Nach diesem Motto zeigt der Künstler mit seinen häufig schwarz-weiß gehaltenen Bildern unermüdlich die versteckten, oft durch Elend geprägten und deshalb nicht „in Schaufenster passenden“ Dörfer sowie das Leben und den Alltag von deren Bewohner. „Hinter meinen Bildern verbirgt sich immer eine Geschichte oder ein Gedanke, deren Deutung und Interpretation ich dem Betrachter überlasse. Ein Bild erkläre ich nur dann für wirklich gut, wenn dem Zuschauer dieser Prozess gelingt. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn meine Bilder länger als eine Minute angeschaut werden“, vervollständigt Gábor Tamási sein Künstlercredo.


Die Ausstellung „Innerhalb und Außerhalb der Grenzen“ wird am 17.02.2010 um 19 Uhr im Kunsthaus Meiningen eröffnet und ist bis zum 05.04.2010 zu sehen. Die Vernissage wird musikalisch von Schülern der Max-Reger-Schule Meiningen unter der Leitung von Gudrun Asmus umrahmt, die Laudatio hält der Fotograf Erhard Driesel.

Die Ausstellung ist Do-So von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Weitere Infos, Fotos und Filme zum Kunsthaus Meiningen unter: www.kunsthaus-meiningen.de


Ausstellungsdauer: 17.02.-05.04.2010

Vernissage: 17.02.2010 19 Uhr, Eintritt frei

Finissage: 05.04.2010 15 Uhr

Öffnungszeiten:

NEKSTgalerie & Galerieshop Do-So 15-18 Uhr

Café/Bar im Kunsthaus täglich ab 17 Uhr Sa+So ab 15 Uhr


Kunsthaus Meiningen

Ernestinerstraße 14

98617 Meiningen

Tel/Fax 03693882583

info@kunsthaus-meiningen.de

www.kunsthaus-meiningen.de

Dienstag, 9. Februar 2010

Innerhalb und Außerhalb der Grenzen - Sonderausstellung im Kunsthaus Meiningen


Gábor Tamási
Fotokünstler
aus Budapest, Ungarn
AUSSTELLUNG
im Kunsthaus in Meiningen
Ernestiner Str. 14, Fürstensaal
vom 17. Februar 2010 bis 5. April 2010
Die Ausstellung ist Do-So von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet
Herzliche Einladung
zur Vernissage am 17. Februar 2010 um 19.oo Uhr
im Fürstensaal des Kunsthauses
Begrüßung:
Vorstandsvorsitzender NEKST e.V. Meiningen
Musik:
Schüler der Max-Reger-Schule Meiningen
unter der Leitung von Gudrun Asmus
Laudatio:
Erhard Driesel,
Fotograf, Meiningen
Wir freuen uns, Sie und Ihre Freunde persönlich
zu dieser internationalen Fotoausstellung im Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstraße 14 zu begrüßen.

Weitere Infos zu Tamasi Gabor unter: http://www.gabortamasi.hu/

Weitere Infos, Fotos und Videos zum Kunsthaus Meiningen unter: www.kunsthaus-meiningen.de

Märzprogramm 2010 im Kunsthaus Meiningen

Ausstellungen:

13.02. bis 05.04..2010 „Signale“ – Objekte und Zeichnungen von Albrecht Rosenstiel Galerie I im Kunsthaus Meiningen

17.02. bis 05.04.2010 Sonderausstellung: „Innerhalb und Außerhalb der Grenzen“ – Fotoausstellung Támasi Gábor (Budapest/Ungarn) im Kunsthaus Meiningen

20.02. bis 05.04.2010 „Der Sonnengesang des heiligen Franziskus“ – Fotgrafie-Klang-Keramik – Gerhard Bretschneider, Renate Kubisch, Andrea Magnus - Galerie II im Kunsthaus Meiningen

Veranstaltungen:

05.03.2010 19 Uhr Aufführung „Die Ungeborenen“ – Offtheater im Kunsthaus Meiningen

06.03.2010 19 Uhr Aufführung „Die Ungeborenen“ – Offtheater im Kunsthaus Meiningen

07.03.2010 19 Uhr Aufführung „Die Ungeborenen“ – Offtheater im Kunsthaus Meiningen

13.03.2010 19 Uhr Aufführung „Die Ungeborenen“ – Offtheater im Kunsthaus Meiningen

14.03.2010 19 Uhr Aufführung „Die Ungeborenen“ – Offtheater im Kunsthaus Meiningen

16.03.2010 19 Uhr Leben und Werk des heiligen Franziskus, Klosterleben der Franziskaner heute – Pater Stanislaus, Musik Renate Kubisch

20.03.2010 19 Uhr Der Duft der grünen Papaya – Themenabend: Begleitend zur Ausstellung Sonnengesang

25.03.2010 19 Uhr Kunstgespräch mit Albrecht Rosenstiel zur Ausstellung Signale

30.03.2010 19 Uhr Interpretation des Sonnengesangs in Wort und Klang – ein meditativer Abend

05.04.2010 15 Uhr Finissage der Ausstellungen Signale, Innerhalb und Außerhalb der Grenzen und Sonnengesang



Details:

SIGNALE - Objekte und Zeichnungen von Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen

Ab 13. Februar zeigt Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen Objekte und Zeichnungen.

Seine Ausstellung trägt den Titel „Signale“.

Rosenstiel nimmt dabei Bezug zu einem innerhalb von drei Jahren entstandenem Zyklus von kleinformatigen Objektkästen. Sie sind als eine Art „Versuchsanordnung“ als Raumobjekt installiert. Belebte und unbelebte Dinge werden zum Gegenstand menschlichen Forscherdrangs und menschlicher Neugierde. Er thematisiert auf seine Weise Möglichkeiten und Unmöglichkeiten mit zum Teil fragwürdigen „Untersuchungsmethoden“ in inneren Bereiche der Dinge vorzudringen.

Begleitend dazu werden Handzeichnungen und Collagen gezeigt, die in einem mittel- oder unmittelbaren Zusammenhang zu den Objekten stehen. In einem weiteren Raum zeigt Rosenstiel einen Teil des Projektes „Planspiel Erde“.

A. Rosenstiel, Jahrgang 1947, lebt in Meiningen und Steinach.

Die Vernissage ist am 13.Februar, 19 Uhr. Zur Einführung spricht Waldemar Franz Rösch.

Musikalisch wird die Veranstaltung durch den Ausnahmemusiker Daniel Lorz am Saxophon begleitet. Der Eintritt zur Vernissage ist frei!

Begleitend zur Ausstellung Signale findet am 25.03.2010 um 19 Uhr ein Kunstgespräch mit Albrecht Rosenstiel statt.

Zur Personalausstellung von Albrecht Rosenstiel im Kunsthaus Meiningen ist ein Katalog erschienen.

Die Ausstellung im Kunsthaus Meiningen ist bis Ostern 2010 Donnerstags bis Sonntag von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung zu besichtigen.

Weitere Informationen zur Ausstellung, Fotos und Videos zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de


Ausstellung „SIGNALE“

Ausstellungsdauer: 13.02.2010-05.04.2010

Vernissage: 13.02.2010 19 Uhr

Kunstgespräch zur Ausstellung: 25.03.2010 19 Uhr

Öffnungszeiten:

NEKSTGalerie: Do-So 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Café/Bar im Kunsthaus täglich ab 17 Uhr, Sa+So ab 15 Uhr


Kunsthaus Meiningen

Ernestinerstraße 14

98617 Meiningen

Tel/Fax: 03693-882583

info@kunsthaus-meiningen.de

http://www.kunsthaus-meiningen.de





Der Sonnengesang


Das Kunsthaus Meiningen, NEKST, freuen uns das Sonnengesangprojekt der drei KünstlerInnen Gerhard Bretschneider, Andrea Magnus und Renate Kubisch. 'Foto - Keramik – Klang in unseren Räumen präsentieren zu können. Es ist das Erste mal, daß wir uns ausschließlich einem religösen Thema stellen - noch dazu in der tradierten Buß- und Fastenzeit. Franz von Assisis Sonnengesang, diese Anrufungen und Lobpreisungen gehen weit über eine kleinkarierte Religionszugehörigkeit hinaus, sie sind ein wunderbarer Gesang des Lebens schlechthin.Die KünstlerInnen arbeiten an einem zeitlosen, aber immer gültigen Thema. begleitet wird die Ausstellung von den Mönchen des Klosters Kreuzberg und dem Diözesanbüro Bad Neustadt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Die Ausstellung im Kunsthaus Meiningen ist bis Ostern 2010 Donnerstags bis Sonntag von 15-18 Uhr und nach Vereinbarung zu besichtigen.

Weitere Informationen zur Ausstellung, Fotos und Videos zum Kunsthaus Meiningen unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de


Ausstellung „Sonnengesang“

Ausstellungsdauer: 20.02.2010-05.04.2010

Vernissage: 20.02.2010 19 Uhr

Öffnungszeiten:

NEKSTGalerie: Do-So 15-18 Uhr und nach Vereinbarung

Café/Bar im Kunsthaus täglich ab 17 Uhr, Sa+So ab 15 Uhr


Kunsthaus Meiningen

Ernestinerstraße 14

98617 Meiningen

Tel/Fax: 03693-882583

info@kunsthaus-meiningen.de

http://www.kunsthaus-meiningen.de


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Die Ungeborenen - OFFTheater im Kunsthaus Meiningen


Nach dem Stück "Was bleibt bin ich" mit der Schauspielerin F. Pasch gibt es zum Jahresanfang 2010 das Stück "Die Ungeborenen" im Kunsthaus Meiningen.
Aufgrund der weiter hohen Nachfrage nach den ersten sechs Aufführungen im Januar und Februar wird das Stück im März weitere fünf mal aufgeführt. Das Leben im Rausch, zwischen Bodenständigkeit, Facebook und Komasaufen, stellt die moralische Frage zwischen Verantwortung und Vergnügen.
Doch welche Verantwortung ist so klar definiert das sie unumstößlich richtig erscheint?
Und wo ist die Grenze zwischen Vergnügen und Sucht?
Wer sind die Opfer eines solchen Lebens?
Müssen wir Verantwortung tragen? Holt sie uns ein?
Das Stück "Die Ungeborenen" gibt den Leidtragenden ein Gesicht.
Aufführungstermine 5./6./7./13./14.03.2010 jeweils 19 Uhr
Regie/Text Sascha Mey
Darsteller: Christin Dietzel, Lucas Mey
Ton/Licht: Danilo Müller
Aufführungsort: Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstraße 14 98617 Meiningen
Zur Aufführung ist eine DVD erschienen. Diese kann per Mail unter: rotesschaf@kunsthaus-meiningen.de zum Preis von 15 Euro bestellt werden.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Besuch der kulturpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion die Linke im Kunsthaus Meiningen



Am Freitag, den 19.02.2010 weilt auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Jens Petermann (DIE LINKE) die kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Frau Dr. Lukrezia Jochimsen in Meiningen.
Frau Jochimsen wird am 19.02.2010 um 12:30 Uhr das Kunsthaus Meiningen besuchen um sich mit Kulturengagierten der Stadt vordergründig über das Kunsthaus und die aktuelle Situation zu verständigen.
Weitere Infos unter:
http://www.kunsthaus-meiningen.de
http://www.jens-petermann.de
http://lukrezia-jochimsen.de