Dienstag, 24. August 2010

Kulturdiskussion in Meiningen - Kunsthaus Meiningen - von Luc Jochimsen

Kultur-Diskussion in Meiningen

Meiningen1

Johannes Roesch vom Verein NEKST

In der Residenzstadt Meiningen war die erste öffentliche Diskussionsrunde der Sommertour geplant. Im Kunsthaus Meiningen ging es um die Frage: „Die Krise ist überall – wie kann die Kunst überleben?“ Gemeinsam mit meinem Kollegen Jens Petermann – der hier übrigens direkt gewählt wurde! – hatten wir uns interessante Gäste eingeladen: Ansgar Haag, den Doppelintendanten der Theater in Meiningen und Eisenach, Volker Kern, Museumsleiter und Stadtrat in Meiningen und Johannes Roesch vom Verein NEKST, der das Kunsthaus Meiningen betreibt.

Und wir bekamen Interessantes zu hören. Meine Eingangsfrage lautete, ob Meiningen nicht so etwas wie die Insel der Kulturglückseligkeit sei: ein Theater mit Orchester, ein Theatermuseum und eine freie Kunstinitiative, die erfolgreich und ohne staatliche Zuschüsse das Kunsthaus betreibt. Der Stadtrat Kern stellte diesen Eindruck schnell in Frage. Er beschrieb den Kampf und die Überzeugungsarbeit, die geleistet werden musste, bis die Stadt das Kunsthaus gekauft und dem Verein NEKST zur Verfügung gestellt hatte: „Am Schluss gab es im Stadtrat eine, sogar sehr knappe, Mehrheit dafür. Wir hatten eingesehen, das es Sinn macht, eine Immobilie zur Verfügung zu stellen, die dann von ehrenamtlichen Helfern und Künstlern mit Leben erfüllt wird. Und das ohne elementare städtische Hilfe.“

Johannes Roesch unterstrich diesen Anspruch: „Wir wollen zum Beispiel keine Heizung im Kunsthaus. Weil wir wissen, das wir dann die Grundkosten für das Haus nicht mehr aufbringen können.“

Meiningen2

Ansgar Haag und Jens Petermann

Ansgar Haag ging es mehr ums Grundsätzliche. „Solange die Kunst- und Kulturstätten in die Beliebigkeit der Kommunen gestellt bleiben, wird es immer Kultur nach Kassenlage geben“ stellte er fest und forderte an dieser Stelle eine Übernahme der Verantwortung durch die Länder. Und er beschrieb das gemeinsame Betreiben der Häuser in Meiningen und Eisenach nicht als Liebesakt sondern dem ökonomischen Druck geschuldet.

Jens Petermann stellte die Frage nach der Finanzierung der Kultur durch den Staat. Daran entbrannte eine lebhafte Diskussion um die Verantwortung der Gesellschaft und die Rolle der Kultur. „Deutschland liebt offenbar Schweinsteiger mehr als Schiller“ stellte Haag unter dem Applaus des Publikums nüchtern fest und wünschte sich mehr Möglichkeiten, Kunst und Kultur den Bürgern näher bringen zu können.

Nach mehr als zwei Stunden gingen die ZuhörerInnen zufrieden nach Hause. „Was tun Sie denn als Abgeordneten der LINKEN in Berlin für die Kultur?“ lautete die abschließende Frage aus dem Publikum. Das gab mir Gelegenheit auf unsere Anträge zum Soforthilfeprogramm für die Kultur hinzuweisen, der Initiative für das Staatsziel Kultur (die letztendlich an der SPD und ihrer Nibelungentreue zur großen Koalition scheiterte) und unserem aktuellen bemühen, DDR-Kunst, die sich in Bundesimmobilien befindet, zu retten. Dafür gab es den letzten Applaus des Abends.


Weitere Infos zum größten Kunsthaus Thüringens unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Samstag, 21. August 2010

Offtheater im Kunsthaus Meiningen - Premiere Chaostheorie zum Hoffest



Chaostheorie im Kunsthaus Meiningen.

Systemanalysen. Daten. Fakten. Ein Überreiz an Informationen ist Schuld daran, dass sich unsere Gesellschaft langsam, aber sicher, wegentwickelt von einem Leben in der Realität.
Das gleiche Schicksal widerfährt Anjorka Melnikov und Elliot Kelso. Durch verschiedene politische Strömungen sind sie an den Brandungen der Realität vorbei in einer Hinterhof-WG gelandet. Während sie sich fleißig an das Studieren und Analysieren aktueller Systeme machen, passiert ihnen etwas Seltsames. Sie entwickeln sich immer mehr zu zwei Fremdkörpern, die nicht mehr in der Lage sind, ein normales Leben zu führen.
Dieser Umstand verbessert sich nicht durch den angestellten Militär, welcher ebenfalls versucht mit seiner minderen Bildung, Systeme zu verstehen und zu begreifen. Immer mehr zeichnen sich die Figuren zu desilllusionierten und verstörten Individuen. Doch die Rettung naht. Denn nach wochenlanger Studie machen sie sich daran, ein vollkommen neuentworfenes System in ihrem Hinterhof zu leben und verschreiben sich dem Einzigen, was sie können, der Forschung.
Kurz nachdem das Projekt eine Form annimmt, wird alles bereits Geschaffene durch eine neu angekommene Lebensidee zerstört.

Es erwarten Sie also ein der NVA beigetretende, verkappter Theatermacher, eine verliebte russische Wissenschaftlerin und eine pyromanische amerikanische Forscherin. All das wird unterlegt von einem Poeten an der Gitarre. Yeah.

Das Offtheater des Kunsthauses Meiningen presentiert Chaostheorie Kapitel 1: Vernunft und Konsequenzen der Selbstzerstörung.

Mit Franziska Handy
Hoai Phuong Tran Thi
Eleonore Ulbrich
Danilo Müller
Benjamin Werner
Von Sascha Mey

Premiere: 21.08.2010, 19. 30 Uhr, Hof des Kunsthauses Meiningen im Zuge des Hoffestes

Weitere Infos, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter http://www.kunsthaus-meiningen.de

Kinderprogramm zum Hoffest im Kunsthaus Meiningen am 21.08.2010 ab 18 Uhr


Kinderprogramm zum Hoffest im Kunsthaus Meiningen am 21.08.2010 ab 18 Uhr

Im Hinterhof des Kunsthauses passieren merkwürdige Dinge,
auf einmal tauchen komische Menschen auf die nur darauf warten euch eine Geschichte zu erzählen. Natürlich dürft ihr euch selbst aussuchen wer
mitspielt!
Soll es ein eitler Prinz sein?
Oder ein verrückter Wissenschaftler?
Wollt ihr lieber eine komische Bäuerin haben?
Oder sogar ein Ritter im Ruhestand?
Egal, wie ihr euch entscheidet jeder einzelne hat eine spannende Geschichte zu erzählen.
Aber was wenn euch das Märchen nicht mehr gefällt?
Natürlich könnt ihr mit kleinen Aufgaben die Geschichte beeinflussen.
Wenn zum Beispiel der eitle Prinz seiner Angebeteten etwas schenken
Möchte müsst ihr ihm dabei helfen.

Ihr könnt also die ganze Geschichte verändern wie es euch gefällt.
Und vielleicht mögen euch die Figuren so sehr das ihr mitspielen dürft.
Also laden wir euch recht herzlich zu unserem Kinderprogramm ein,
seit gespannt auf eine Stunde voll mit spannenden Geschichten und
viel Spaß bei dem ihr direkt mitmachen könnt!

Eure Geschichtenerzähler vom Kunsthaus.

Weitere Infos, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Freitag, 20. August 2010

Meiningen - Hoffest im Kunsthaus Meiningen mit Offtheater, Kinderprogramm, Livemusik,...





Ein Hof mit Theater und Konzert

im Meininger Kunsthaus wird am Samstag, 21. August 2010, der Wahnsinn durch den Hof der Ernestinerstraße 14 stolpern. Denn zwischen Fachwerk- und Backsteinkunstgebäuden dürfen ab 18.00 Uhr Kinder die pflegeleichten Regenbogenfarben auf Kunstwand tanzen lassen, bevor ein junges Theaterstück mit dem Titel „ Chaostheorie“ die Gedankenwelt in Atem hält. Das Off-Theaterstück stammt aus der Onlinefeder der Meininger Sascha und Karl May. Erstgenannter wurde „nicht von einem Schmetterling sondern von einem Storch“ zum Stück inspiriert.
Wer nach der Theorie in die Praxis wechseln möchte, kann das mit der Wernshäuser Partyband „Rockaholic“. Auch wenn die Songs nicht aus der eigenen Feder stammen, sondern sich von Green Day bis zu Louis Armstrong spannen.
Warmes Bier und kalte Würstchen warten jetzt schon auf ihren Einsatz zum Hoffest des Kunsthauses am 21. August. Der Eintritt ist frei.


Weitere Infos, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Klangschalen und Yogi-Tee zur Weltkulturwoche im Kunsthaus Meiningen

Klangschalen und Yogi-Tee zur Weltkulturwoche im Kunsthaus Meiningen

  • Zur "1. Meininger Wekltkulturwoche" wird der Verein "Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V." einen Himalayaabend veranstalten. Foto: Sascha Willms
Der Verein "Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V." wird zur "1. Meininger Weltkulturwoche", am 29. September ab 20 Uhr im Kunsthaus Meiningen einen Himalayaabend veranstalten.
Meiningen. Seit sechs Jahren leistet der Meininger Zahnarzt Maik Wieczorrek medizinische Hilfe im Himalaya, in 4000 bis 5000 Metern Höhe. In regelmäßigen Abständen reist der Zahnarzt mit Helfern in die indische Region Ladakh, um dort 13 Amchis, so heißen die Naturärzte, bei der Zahnbehandlung zu unterstützen. Insgesamt vier Mal war der Arzt bereits dort. Von seiner letzten Reise in diesem Jahr, die diesmal im Winter durchgeführt wurde, will Maik Wieczorrek am 29. September berichten. Frank Buhlemann / 16.08.10 / Thüringer Allgemeine

Weitere Infos, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Donnerstag, 19. August 2010

Podiumsdiskussion im Kunsthaus Meiningen - Die Krise ist überall, wie kann Kultur überleben?

Die Kultur steckt in der Krise – weil zwar Milliarden zur Rettung der Banken zur Verfügung stehen, Theater, Orchester und Kultureinrichtungen aber leer ausgehen. Angesichts knapper kommunaler oder Landeskassen stehen viele dieser Einrichtungen vor einer ungewissen Zukunft.
Was tun die Verantwortlichen, um die Krise zu überstehen? Welche Alternativen zur staatlichen Subvention gibt es? Was können Kommunen mit wenig Geld noch erhalten? Diese und andere Fragen diskutieren MdB Jens Petermann, und MdB Lukrezia Jochimsen (Kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag) mit:

Ansgar Haag, dem Intendanten des Meininger Theaters


Volker Kern, Museumsleiter und Mitglied des Meininger Stadtrats


Johannes Rösch, Geschäftsführer des Neuen Europäischen Kunst Salon Thüringen

Diese abendliche Diskussion wird von der Bundestagsfraktion "DIE LINKE" im Rahmen der Sommertour der Landesgruppe Hessen/Thüringen veranstaltet. Sonntag, 22. August 2010, 19 Uhr im Kunsthaus Meiningen, Ernestinerstr. 14(Eintritt frei)

Weitere Infos, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter http://www.kunsthaus-meiningen.de