Sonntag, 28. November 2010

Ausstellung THEATERMALER im Kunsthaus Meiningen


Im Kunsthaus Meiningen NEKST.e.V. Ernestinerstraße 14 findet vom 04.12.2010 bis zum 27.02.2011 die Ausstellung "THEATERMALER" statt. Roland Artus und Bernd Schiller zeigen in der großen Personalausstellung über 2 Etagen im Kunsthaus Meiningen Werke aus ihrem künstlerischen Schaffen. Abseits ihrer beruflichen Arbeit als Kulissenmaler am Meininger Theater gewähren uns die beiden Künstler einen Einblick in ihr persönliches Schaffen.
Zur Vernissage am Samstag, den 04.12.2010 spricht Dietrich Ziebart die einführenden Worte. Wir freuen uns darauf Sie gemeinsam mit den Künstlern persönlich zu begrüßen. Der Eintritt zur Vernissage ist frei.
Dauer der Ausstellung
04.12.2010 - 27.02.2011

Öffnungszeiten
Do-So 15.00 - 18.00 Uhr

Weitere Informationen, Fotos und Videos zum größten Kunsthaus Thüringens unter: http://www.kunsthaus-meiningen.de

Donnerstag, 11. November 2010

Orientierungspunkt 51 - Kunsthaus Meiningen erhält offizielle Beschriftung


Geschichte der Alten Posthalterei

Die Alte Posthalterei ist ein viergeschossiges Fachwerkhaus im fränkisch-hennebergischen Stil aus dem frühen 17. Jahrhundert und einigen später entstandenen hofseitigen Anbauten. Das Fachwerkhaus selbst steht unter Denkmalschutz. In den Hauptbau integriert ist ein ehemaliges Gartenhaus mit barocken Stuckaturen von ca. 1690. Erbauer war der Stadtschultheiß und kaiserlicher Poet Johann Steuerlein (1546-1613) Ende des 18. Jahrhunderts wurde es komplett verputzt. 1909 legte der Hausherr auf Initiative von Oberbaurat Eduard Fritze das Fachwerk wieder frei. Bis ins 19 Jahrhundert diente es als. Wohnhaus hochrangiger städtischer und fürstlicher Beamter wie Georg Baumbach, Dr. Georg Christoph Zink, Dr. Ernst Ludwig Schröter und Justus Hermann Pfaffenrath von Sonnenfels. Frau von Pfaffenrath geriet in einen Ränkestreit zwischen zwei Hofdamen und diente als Anlass für den Wasunger Krieg. Eine Gedenktafel erinnert daran. Danach mehrfacher Besitzerwechsel (u.a. Familien Amthor und Ritz). Von 1905-1941 war es im Besitz des Fuhrunternehmers Ferdinand Raßmann. Bis 1926 betrieb er eine private Posthalterei (Lohnfuhren für die Reichspost). Danach ein Fuhr- und Handelsgeschäft

1982 restaurierte der „VEB Denkmalpflege Meiningen“ das stattliche Gebäude, in dem es auch residierte. Ab 1990 hatte hier als Nachfolger die „Bau- und Denkmalpflege Meiningen“ seinen Sitz. Seit dem 1. Oktober 2005 wird es vom Kunstverein NEKST e.V. als Kunsthaus betrieben. Es ist das größte Kunsthaus Thüringens. Seit 2010 ist es im städtischen Besitz und dem Neuen Europäischen Kunst Salon Thüringen e.V. zur Nutzung überlassen.

Freitag, 5. November 2010

Fantasie hat viele Formen - Auszeichnung im Kunsthaus Meiningen

FW Meininger Tageblatt

Fantasie hat viele Formen
Die Preisträger des dritten Kunst- und Kreativwettbewerbs "Zeig mir deine farbige Welt" der Lebenshilfe wurden jetzt im Kunsthaus NEKST ausgezeichnet.
mtgeb_kunstlebenshilfe2_041 Bild vergrößern
Sophie und Mareike Walch vom Rhön-Gymnasium Kaltensundheim erhielten für ihre Skulptur aus Draht und Gips "Lets dance" den 1. Platz.
Bild:

Meiningen - Im Jahr 2008 wurde in der Lebenshilfe die Idee geboren, Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Schmalkalden-Meiningen - gleich ob mit oder ohne Handicap - für einen Wettbewerb zu begeistern, in dem absolute Chancengleichheit besteht - egal welche körperlichen Einschränkungen es auch geben mag. "Zwar eröffnen sich schier unendlich viele Möglichkeiten, um die ganz persönliche Sicht auf die Welt darzustellen und dem Motto ,Zeig mir Deine farbige Welt' gerecht zu werden. Aber letztlich braucht jedes Kind, jeder Jugendliche, der unserem Aufruf zum Wettbewerb seit drei Jahren folgt nur eines - und das ist Fantasie", sagte Projektleiterin Susanne Klapka von der Lebenshilfe Meiningen.

Die Jury hatte unzählige Kartons, randvoll gefüllt mit Arbeiten von insgesamt 188 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 25 Jahren zu sichten, freut sich die Projektleiterin über die wiederum große Beteiligung an dem Wettbewerb.

In diesem Jahr war das Thema plastisches Gestalten - die Vielfalt der eingereichten Arbeiten war riesig. "Es gab kein Material, was nicht verwendet wurde und so stand die Jury vor Papier-Traumzauberbäumen, skurrilen Fantasiegebilden aus Gips, Metall oder Holz, vor getöpferten Kunstwerken, Miniaturlandschaften, Drahtgeflechten und vielem mehr. Da hatten es die Mitglieder nicht leicht, die besten Arbeiten herauszufinden.

Doppelter Gewinn

mtgeb_kun_stlebenshilfe1_04 Bild vergrößern
Die Ausstellung kann bis zum 27. November immer von Donnerstag bis Sonntag, zwischen 15 und 18 Uhr sowie nach Terminvereinbarung besucht werden.
Bild:
"Es ist kein Geheimnis, wenn ich verrate - es war eine schwere Entscheidung!", erklärte Susanne Klapka. "Jedes Kind, jeder Jugendlicher - gleich welchen Alters und welchen Handicaps, der sich mit einer Arbeit beteiligt hat - kann sich als Sieger fühlen", betonte die Projektleiterin.

Alle Werke, die auch in einer Ausstellung im Kunsthaus bewundert werden können, seien wahrhaftig ein Gewinn und das im doppelten Sinne, "denn es gibt nichts Gewinnbringenderes und Bereichernderes als die Sicht eines jungen Menschen auf die Welt, die ihn umgibt". Und die Sichtweisen sind in diesem Jahr so mannigfaltig ausgefallen, dass der Zustand des Betrachters zwischen amüsiert, schockiert und berührt immer wieder ins Schwanken gerät.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem Musiker, Komponist, Lehrer und Chorleiter Jan-Matthias Schamberger und den "Regirls", einem Chor der Regelschule Dermbach.

Unterstützt bei der Moderation der Veranstaltung wurde Susanne Klapka von Kultur- und Kunstwissenschaftlerin Gabriele Bruchlos sowie Elke Mirau, Lehrerin an der Berufsschule für Gesundheit und Soziales in Meiningen und kreatives Vorstandsmitglied der Lebenshilfe. Beide gehörten auch der Jury an, genauso wie Holzbildhauerin Eva Skupin und Keramiker Stefan Hasenöhrl.

mtgeb_kunstlebenshilfe3_041 Bild vergrößern
Manuel Filler aus Oepfershausen zeigt seinen Stacheldinosaurier. Fotos (3): Eva Gebhardt
Bild:
Im Anschluss an die Auszeichnungsveranstaltung nutzten viele Gäste die Möglichkeit, die Ausstellung im Kunsthaus anzusehen. Hier sind nicht nur die Gewinnerwerke, sondern auch ein Großteil aller eingereichten Kunstwerke zu sehen. So kann man sich gut der Vielfalt des Wettbewerbes bewusst zu werden.

Susanne Klapka präsentierte zudem das neue Buch "Zeig mir deine farbige Welt", in dem ein Großteil der Preisträgerwerke des Kunst- und Kreativwettbewerbes von 2008 in Form von Bildern und Collagen sowie Geschichten, Gedichte und Märchen von 2009 in einem bunten Mix zusammengetragen sind.

Das Buch kann im Kunsthaus NEKST und in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Meiningen, Helenenstraße 18 in Meiningen zum Selbstkostenpreis von 7,50 Euro erworben werden, Telefon 03693/88 47 31. geb


Artikel drucken Drucken| Artikel speichern Speichern| Artikel versenden Versenden

Kommentare zum Artikel

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

szmtag szmtag